Josef Thomas Sepp (links) als Sprecher der Geschäftsführung und sein Kollege Michael Veit führen Lekker Energie in Berlin, eine Vertriebstochter der Stadtwerke Krefeld. Sepp begann Anfang 2013, Veit Ende 2013.

Josef Thomas Sepp (links) als Sprecher der Geschäftsführung und sein Kollege Michael Veit führen Lekker Energie in Berlin, eine Vertriebstochter der Stadtwerke Krefeld. Sepp begann Anfang 2013, Veit Ende 2013.

Bild: © Lekker Energie

Die Stadtwerke Krefeld-Tochter Lekker Energie hat in den vergangenen Jahren die Kündigungsquote (Churnrate) bei Bestandskunden kontinuierlich von 27 auf 18 Prozent in 2018 senken können. "Der sogenannte Kundenchurn hängt sehr stark von dem Vertriebskanal ab, durch den der Kunde zu uns kommt", verdeutlichen die Lekker-Geschäftsführer Josef Thomas Sepp und Michael Veit im ZfK-Interview. Das Unternehmen profitiere dabei von einer konsequenten Multi-Vertriebskanal-Strategie. Hinzukämen wichtige Faktoren wie durchgängige Kundenorientierung, kompetente Mitarbeiter und eine effiziente IT-Struktur. "Im Fokus steht ein werthaltiges Kundenmanagement. Wir unternehmen viele Anstrengungen, die Kundenbedürfnisse zu erkennen und in Serviceangebote zu übersetzen. Dabei testen wir vieles aus", heißt es weiter.

Das zahlt sich aus. Wie die ZfK bereits berichtete, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr zum fünften Mal in Folge ein positives Jahresergebnis vorgelegt. Das Ergebnis nach Steuern stieg um über 30 Prozent auf rund 7,1 Mio. Euro. Im laufenden Jahr wurde ein Portfolio mit 12.000 Kunden der Marke "Kleine Racker" gekauft und integriert. "Hier haben Kundenservice und IT Hand in Hand gearbeitet. Wir haben unsere Kernprozesse sehr gut im Griff und könnten daher auch größere Kundenportfolien integrieren", so die Lekker-Geschäftsführung. Sie hofft darauf, in diesem Jahr noch eine weitere Übernahme vollziehen zu können und befinde sich hier auch in mehreren Gesprächen.

"Discounter-Insolvenzen schaden dem Image"

Lekker werden nach eigenen Angaben immer wieder Kunden zum Kauf angeboten. Hier sei der Markt in den vergangenen zwölf Monaten vermehrt in Bewegung gekommen. Daran hätten sicher auch die steigenden Energiepreise an der Börse einen Anteil. Über die Discounter-Insolvenzen der vergangenen Jahre sind die Lekker-Chefs indes gar nicht glücklich. "Dies schadet dem Image des immer noch jungen Wettbewerbs auf dem deutschen Energiemarkt", bekräftigen Sepp und Veit. Leidtragende seien diejenigen Unternehmen, die marktgerechte Preise kalkulieren. Profitiert im Sinne von größeren Kundenabwanderungen hätten dabei eher die Grundversorger, der Lekker-Anteil spiele hier eine untergeordnete Rolle. (hoe)

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Einen ausführlichen Artikel zu Lekkers Übernahmestrategie und der Herkunft der angebotenen Kundenstämme lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der ZfK.

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