Das sogenannte Grünstromtargeting in Echtzeit zeige Potenzial von CO2-optimierter Werbeausspielung, teilte Lichtblick mit. Die Kopplung der Werbemittel von "Digital Out of Home" an den deutschen Strommix sei ein Teil des Pilotprojekts zur Kampagne "Umwelten voraus".
Bei der Kampagne arbeitet Lichtblick mit den Agenturen "Weischer.JvB" und "NFQ I Digital Creatives". Lichtblick hat im Rahmen einer Studie den CO2-Fußabdruck digitaler Werbemittel untersucht und festgestellt, dass mehr als 90 Prozent der Emissionen durch die Ausspielung der Werbung anfallen.
Vor allem der Energieverbrauch der Standorte spiele hier eine Rolle. "Daran haben wir mit diesem Pilotprojekt angeknüpft und weltweit erstmals die Ausspielung von Werbemitteln in Echtzeit an den Strommix gekoppelt", sagte Nadine Usadel, Campaign Manager bei Lichtblick.
Werbung nur, wenn Energiemix grüner ist
Das Ergebnis zeigt nach Unternehmensangaben, dass in zehn Prozent aller Stunden im Testraum aufgrund eines geringen Ökostromanteils keine Werbung ausgestrahlt wurde. In den ausgespielten Motiven ging Lichtblick auf den Strommix ein und steuerte Werbemittelausspielung.
"Wir wollten damit auch aktiv dafür sensibilisieren, wie grau oder grün jetzt gerade der Strommix in Deutschland ist. Deshalb war es wichtig, die Abschaltung auch entsprechend zu erklären", so Usadel weiter. (am)
