In Frankfurt am Main gibt es 79.000 Gebäude. Sie sollten künftig alle klimaneutral beheizt werden. Das ist jedenfalls das Ziel der Stadt. Mainova selbst möchte bis 2040 klimaneutral sein und mit ihrem Fernwärmenetz einen wichtigen Anteil zur Wärmewende beitragen.
50 Prozent der Stadt sollen mit Fernwärme versorgt werden, erklärt Martin Giehl vom Vorstand der Mainova auf der Handelsblatt-Jahrestagung Gas. Der Manager stellte einen ersten Einblick in die Pläne des Unternehmens vor. Der Fernwärme-Transformationsplan der Mainova soll erst Mitte nächsten Jahres fertig gestellt werden.
Die Fernwärme in Frankfurt soll künftig zu etwa gleichen Dritteln aus Abfallverbrennung, aus industrieller Abwärme und klimaneutralen Gasen wie Wasserstoff erzeugt werden.
Dafür soll unter anderem das Heizkraftwerks West zu einem wasserstofffähigen Vorbild-Kraftwerk umgebaut werden. 90 Prozent Wasserstoff-Einspeisung seien mit der Technologie bereits möglich, auf 100 Prozent werde man auch noch kommen, meint Martin Giehl.
Bekenntnis zum Gaskraftwerk gesucht
„Ich vermisse das klare Bekenntnis der Politik zu Gaskraftwerken, die wir weiter brauchen“, erklärt der Manager.
Und er mahnt mit Blick auf die aktuelle Debatte zum Heizungsgesetzt: „Jeden Tag wo wir nichts umstellen, machen wir die Aufgabe herausfordernder. Wir können nicht warten bis wir jeden Fall ausdiskutiert haben, sondern müssen anfangen.“ (pfa)



