Die Mibrag fördert Braunkohle aus den Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain (siehe Bild) in Sachsen.

Die Mibrag fördert Braunkohle aus den Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain (siehe Bild) in Sachsen.

Bild: © Rainer Weisflog/Mibrag

Der Braunkohleförderer Mibrag will im Zuge des Kohleausstiegs zum Produzenten und Anbieter erneuerbarer Energien werden. Das Unternehmen wolle in den kommenden Jahren, ab Anfang 2022, Schritt für Schritt Strom aus Wind und Sonne erzeugen, sagte Mibrag-Chef Armin Eichholz der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Dienstag).

Zudem setze die Firma auf die Produktion von sogenanntem grünen Wasserstoff und Bio-Methanol. Mit der neuen Sparte wolle die Mibrag 400 bis 500 Jobs als Ersatz für wegfallende Jobs in der Kohleförderung schaffen.
 

Skepsis mit Blick auf beschleunigten Kohleausstieg

Eichholz zufolge soll der Umbau des Unternehmens sozialverträglich vonstattengehen. So werde für eine Rekultivierung von Tagebaulandschaften auch qualifiziertes Personal gebraucht. Die Firma mit Sitz in Zeitz (Burgenlandkreis) hat derzeit rund 1500 Beschäftigte.

Die Mibrag fördert Braunkohle aus den Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen. Die neue Bundesregierung avisiert einen Ausstieg aus der Braunkohle in Deutschland statt 2038 bereits 2030. Eichholz kräftigte in dem Interview seine Skepsis, dass dies machbar sei. (dpa/hoe)

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