Firmensitz der Stadtwerke Bayreuth

Firmensitz der Stadtwerke Bayreuth

Bild: © SW Bayreuth

Die Stadtwerke Bayreuth schließen ihre Bilanz für 2018 mit einem Verlust von 660.000 Euro ab, allerdings liegt das Ergebnis damit deutlich unter den Negativzahlen (990.000 Euro) aus dem Vorjahr. Die Verluste resultieren wenig überraschend aus dem ÖPNV und den Bäderbetrieben.

Dieses Jahresergebnis unserer Sparten Verkehr, Parken und Bäder ist für uns trotz großer Anstrengungen ernüchternd“, sagt Jürgen Bayer, Geschäftsführer in Bayreuth. Es liege zwar in der Natur der Sache, dass man mit öffentlichem Nahverkehr und dem Betrieb öffentlicher Bäder kein Geld verdiene, die Kostenentwicklung sei dennoch bemerkenswert. „Nachdem sich die Verluste noch zu Beginn des Jahrzehnts in Grenzen hielten, liegen wir 2018 schon bei acht Mio. Euro.“

Vertrieb läuft solide

Und das obwohl die Gäste der Bayreuther Busse konstant bei sechs Mio. blieben und auch das Stadt- und Freibad mit insgesamt über 600.000 Badefans weiter an Beliebheit gewann. Gewinn machten die Stadtwerke hingegen in ihrem Kerngeschäft.

Mit dem Verkauf von Strom, Gas, Wasser und Dienstleistungen erwirtschafteten sie einen Überschuss von 8,7 Mio. Euro. „Im Energievertrieb sind wir ordentlich unterwegs, auch wenn wir den wachsenden Konkurrenzdruck spüren“, so Bayer und ergänzt: „Wir punkten hier mit fairen Tarifen, persönlicher Beratung und dass wir seit einigen Jahren ausschließlich Ökostrom und Ökogas liefern – 2018 haben unsere Kunden dadurch 160.000 Tonnen CO2 vermieden. Das ist vielen wichtiger als ein möglichst günstiger Preis.“ Das gute Vertriebsgeschäft zeichnet sich auch in den leicht gestiegenen Umsatzzahlen von 131 Mio. Euro ab.

Investitionen in die Wasserversorgung

Auch in der Wassersparte läuft es, im wahrsten Sinne des Wortes, denn aufgrund des extrem heißen Sommers stieg die Trinkwasserlieferung auf 5,4 Mio. Kubikmeter an – ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zu 2017. In die Zukunftsfähigkeit der Wasserversorgung flossen auch die größten Investitionen des Unternehmens. 40 Prozent der rund neun Mio. Euro an Gesamtinvestitionen wurden für die Sanierung des Wasserwerks auf dem Eichelberg und die Erneuerung von Rohrleitungen ausgegeben. (ls)

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