Die MVV steht zum Kohleausstiegsgesetz, hält jedoch die Härtefallregelung für junge Steinkohlekraftwerke für entscheidend.

Die MVV steht zum Kohleausstiegsgesetz, hält jedoch die Härtefallregelung für junge Steinkohlekraftwerke für entscheidend.

Bild: © MVV Energie

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV ist gut in sein neues Geschäftsjahr 2020 gestartet. Nun verzeichnet es in diesem Geschäftsjahr erste positive Ergebnisbeiträge aus dem neuen Kieler Gasheizkraftwerk sowie eine höhere Anlagenverfügbarkeit im Umweltbereich, teilte das Unternehmen mit. Noch im Vorjahresquartal war es durch Nachlaufkosten des inzwischen stillgelegten Gemeinschaftskraftwerks in Kiel (GKK) sowie durch das Niedrigwasser im Rhein belastet.

Unter dem Strich ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 (1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019) der Umsatz um rund fünf Prozent auf 1,04 Mrd. Euro und das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) von 67 auf 81 Mio. Euro gestiegen. Das Unternehmen bestätigte seine im vergangenen Dezember veröffentlichte Prognose und erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2020 eine leichte Steigerung sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis. Im vergangenen Geschäftsjahr 2019 hatten die Mannheimer ein operatives Ergebnis von 225 Mio. Euro und Umsatzerlöse von 3,7 Mrd. Euro erzielt.  

30 Prozent des Wärmebedarfs auf erneuerbaren Energien gedeckt

Vor wenigen Tagen hat MVV zudem sein thermischen Abfallverwertung an sein regionales Fernwärmenetz angebunden. Zukünftig werden so bis zu 30 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs in Mannheim und der Region aus erneuerbaren Energien gedeckt. Hinsichtlich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind ebenso Fortschritte erkennbar. So stieg die erneuerbare Stromerzeugung der MVV-Gruppe im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent auf 338 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht etwa dem Verbrauch von fast 400.000 durchschnittlichen 3-Personen-Haushalten.

Auch bei der Projektentwicklung für Erneuerbare, für die innerhalb der Unternehmensgruppe die beiden Tochterunternehmen Juwi und Windwärts verantwortlich sind, zog das Geschäft an. Mit 106 Megawatt kletterte die vermarktete Leistung im Vorjahresvergleich um 36 Prozent. (gun)

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