Das Mannheimer MVV macht sich für eine höhere Markttransparenz im Bereich der Regelenergie stark. Der Energieversorger verweist dabei auf eine aktuelle Einschätzung der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER). Diese sieht in der Aktivierung von Regelenergieabrufen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bei den Regelenergieanbietern mögliche Insiderinformationen in Bezug auf den Intradayhandel im Sinne der REMIT-Verordnung. Diese Auffassung wird von der MVV-Gruppe geteilt, wie das Unternehmen am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gab.
Der Geschäftsführer der MVV Trading, Stefan Sewckow, plädiert deshalb dafür, dass die ÜNB sämtliche Abrufe von Sekundär- und Minutenreserve zeitgleich mit der Abrufinformation an den Regelenergieanbieter veröffentlichen. Er kündigte gleichzeitig an, dass MVV künftig mit der Veröffentlichung von eigenen Regelenergieabrufsignalen auf der Transparenzplattform der Europäischen Energiebörse EEX in Leipzig einen Beitrag zur Steigerung der Markttransparenz leisten werde.
Informationen zeitnah veröffentlichen
Um einen transparenten und fairen Handel am Intradaymarkt zu ermöglichen, müssten alle Marktteilnehmer, die Abrufsignale zur Erbringung von Regelenergie von den ÜNB erhalten und am Intradaymarkt handeln, ebenfalls diese Informationen zeitnah veröffentlichen. (hoe)
