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Die LSW Netz aus Wolfsburg, die Stadtwerke Cottbus und die Beratungsfirma Nevento bündeln die Kräfte. Alle drei Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren mit Dienstleistungen für kleinere und mittelständische Stadtwerke am Markt behauptet. Das Spektrum reicht dabei vom Hosten der IT-Infrastruktur über sämtliche IT-Serviceprozesse und alle abrechnungsrelevanten Vorgänge bis hin zu Organisations- und Prozessberatung und Projektmanagement sowie Workshops für Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter.

Um bei Ausschreibungen von Vertriebs- und Netzgesellschaften die komplette Bandbreite an Leistungen skalierbar anbieten zu können, wurde zusätzlich die Dachmarke "Energie-Dienstleister+" ins Leben gerufen. Darüber können sich die Besucher der Branchenleitmesse E-World vom 5. bis 7. Februar in Halle 4 am Stand 224 informieren.

Netzwerk ist offen für weitere Stadtwerke

"Durch diese neue Zusammenarbeit erweitern sich nicht nur die Angebote, sondern auch die Möglichkeiten, noch flexibler auf aktuelle Kundenanforderungen zu reagieren“, sagt Jörn Milkereit, Bereichsleiter Abrechnung und Service sowie Informationsmanagement bei der LSW aus Wolfsburg. Um die Ressourcen besser und effizienter managen zu können, sieht das Dachmarkenkonzept vor, dass sich neben den beteiligten Partnern auch weitere Stadtwerke zukünftig einbringen können.

Eine Besonderheit des neuen Angebots ist laut den drei Kooperationspartnern der Personal-Sharing-Leistungsansatz. Denn unabhängig von vielfältigen Auslagerungsbestrebungen unternehmen nach wie vor viele Stadtwerke eigene Anstrengungen, Prozesse zu automatisieren, um damit vor allem Personalkosten zu sparen. Damit ist häufig verbunden, dass keine Redundanzen für anfallende Tätigkeiten vorgehalten werden, mit der Gefahr, dass im Krankheits- und Urlaubsfall oder bei Veränderungen in den Marktprozessen die Arbeitsmenge nicht fristgerecht bewältigt werden kann.

Personal-Sharing: Abgestimmte Vernetzung erspart Reisetätigkeit

Hier bietet die Dachmarke Stadtwerken selbstgenutzte Personal-Sharing-Modelle im Umfeld des ERP-Systems kVASy an, um kurzfristig entstehende Engpässe zu managen. Auch wenn hierbei die unterschiedlichsten Herausforderungen, wie eine unterbrechungsfreie Kommunikation sowie rechtliche Fragen zwischen den Unternehmen zu lösen sind, müssen die Mitarbeiter im Bedarfsfall durch eine abgestimmte Vernetzung untereinander nicht reisen, sondern können die Engpassarbeiten von ihrem Heimatstandort aus erledigen. Eine Herangehensweise, die sich bereits in Zielen der IT-Unterstützung und EEG- Abrechnung zwischen der LSW und den Stadtwerken Cottbus bewährt hat.

Neue Trends beim Outsourcing

Der Trend in Sachen Kostenreduzierung und Outsourcing bei Stadtwerken umfasst in jüngster Zeit nicht mehr ausschließlich die Verlagerung von vor- und nachgelagerten Geschäftsprozessen. "Dies reicht für die künftige Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr aus“, betont Christian Markgraf, Geschäftsführer von Nevento. Daher werden inzwischen zunehmend auch sogenannte Kernprozesse – wie die Energieabrechnung inklusive Forderungsmanagement, Zahlungsverkehr oder das Energiedatenmanagement in die Betrachtungen einbezogen.

SW Cottbus bauen Dienstleistungs-Angebot für andere Stadtwerke sukzessive aus

Bereits 2015 hat das Beratungsunternehmen ein individuell auf die Stadtwerke Cottbus zugeschnittenes Konzept zum Aufbau einer Serviceeinheit entwickelt. Es umfasst das Hosten von Applikationen sowie sämtliche prozessuale Schlüsselrollen, angefangen beim Messwesen über Abrechnungen und Energiedatenmanagement bis hin zum Forderungsmanagement. "Der daraus resultierende Mehr-Service unseres Stadtwerks stößt in der Region seitdem auf großes Interesse. Daher bauen wir für unsere lokalen Partner das Angebot stufenweise weiter aus und entwickeln es anhand der Marktanforderungen sukzessive weiter – nun auch mit der LSW Netz als neuen Partner", erklärt Wolfgang Will, Leiter Shared Service der Stadtwerke Cottbus. (hoe)

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