Carsten Hoffmann, Vorstand des Bensheimer Kommunalversorgers GGEW

Carsten Hoffmann, Vorstand des Bensheimer Kommunalversorgers GGEW

Bild: © Marc Fippel/GGEW AG

Mit weiteren, größeren PV-Freiflächenanlagen in der Region will der südhessische Kommunalversorger GGEW (Gruppen-, Gas- und Elektrizitätswerk Bergstrasse) sein Solar-Portfolio in den nächsten Jahren auf bis zu 40 MW steigern.

Bei der aktiven Suche nach geeigneten Flächen bei Privatleuten und Unternehmen will der Energiedienstleister jetzt neue Wege gehen und dafür eigens sogenannte „Flächensicherer“ einstellen.
 

Hoffmann: "Fell des Bären wird jetzt verteilt"

"Das könnten beispielsweise Leute aus dem Projektierungsbereich sein, mit einem entsprechenden Vertriebsgen, die versuchen für uns entsprechende Pachtverträge abzuschließen oder herauszufinden, wo Flächen frei werden", erklärt Hoffmann im Gespräch mit der ZfK.

Es gebe in der Region und deutschlandweit einen starken Run auf geeignete Flächen, das Fell des Bären werde jetzt und in den nächsten Jahren verteilt und „wir wollen uns hier entsprechend aufstellen“.

Weitere Freiflächenprojekte sind bereits in der Umsetzung

Neue Freiflächenanlagen seien aktuell schon geplant oder in der Umsetzung. So projektiere man unter anderem eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einer privilegierten Fläche an der A 5 in Bensheim – etwa 11.000 Module sollen hier mit einer Nennleistung von ca. 6,9 Mio. Kilowattpeak rund 2.300 Haushalte versorgen.

Ein weiteres Projekt, das gemeinsam mit der benachbarten Entega Regenerativ GmbH in Lampertheim umgesetzt wird, soll eine Leistung von knapp 6,2 Megawattpeak erreichen. „Die hier gemeinsam gegründete Solarpark Lampertheim GmbH unterstreicht auch: Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem wir Hand in Hand anpacken müssen“, erklärt Hoffmann.

Ziel der GGEW ist es, bis 2035 den kompletten Energiebedarf im Netzgebiet aus eigenen Erneuerbaren-Anlagen abzudecken und bis dahin über ein rein grünes Beschaffungsportfolio zu verfügen. Die installierte Leistung aus eigenen Erneuerbaren-Anlagen und Beteiligungen liegt aktuell in etwa bei 120 MW. Wie viel an zusätzlicher Kapazität noch erforderlich ist, um klimaneutral zu werden, darüber soll die Dekarbonisierungsstrategie Aufschluss geben, die bis Ende des Jahres fertig sein soll. (hoe)

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Mehr zur Erneuerbarenstrategie der GGEW, zum neuen Geschäftsleitungsbereich für Kommunale Wärmeplanung und zu einer ersten Bilanz nach der Fusion mit Energieried lesen in der Aprilausgabe der ZfK, die am Montag, 8. April erscheint. Zum Abo geht es hier.

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