Neben Hochschulgebäuden könnten auch die Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden sowie das Museum Wiesbaden eine PV-Dachanlage bekommen.

Neben Hochschulgebäuden könnten auch die Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden sowie das Museum Wiesbaden eine PV-Dachanlage bekommen.

Bild: © Ingo Wagner/dpa

Gute Nachrichten für die rund 4500 Solaranlagen-Mieter der insolventen "RexXSPI GmbH", der früheren MEP Solar Miet & Service III GmbH: Die überwiegende Zahl der Mietverträge kann nahtlos fortgeführt werden. Dies teilte Insolvenzverwalter Max Liebig von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter mit.

Ein neuer Dienstleister, die FinanzDesk Solar Management (eine Marke der FinanzDesk Kredit Management GmbH). soll dazu künftig die Verwaltung der Mietverträge und die Koordinierung der Serviceleistungen für die von RexXSPI vermieteten Dachsolaranlagen übernehmen. Auch für eine Übernahme des Mietportfolios und eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebs gibt es laut Pressemitteilung erste Interessenten. Das Amtsgericht München hatte am 4. Februar  das Insolvenzverfahren über das Vermögen der RexXSPI GmbH eröffnet.

Neuer Ansprechpartner für die Mieter

Für die meisten Mieter werden sich trotz der Insolvenz keine nennenswerten Veränderungen ergeben. Dies gelte für alle Mieter, deren Anlage funktionsfähig am Netz sei und die bereits in der Vergangenheit ein störungsfreies Vertragsverhältnis hatten. Ihnen stehe jetzt vor allem wieder ein Ansprechpartner zum Vertragsverhältnis zur Verfügung, der sich um ihre Belange kümmere. Auch der Forderungseinzug werde hier in Kürze wieder aufgenommen, Selbstzahlern werde ein Konto des Insolvenzverwalters für die monatlichen Zahlungen benannt. 

Anders sieht die Verfahrensweise bei denjenigen Mietern aus, deren Anlage nicht funktioniert oder bei denen sich in der Vergangenheit Störungen ergeben haben. Sie werden gesondert vom Insolvenzverwalter angeschrieben. In diesen Fällen muss noch an Hand eines auszufüllenden Fragebogens geprüft werden, wie weiter verfahren werden kann. Diese Mieter bittet der Insolvenzverwalter aufgrund der individuell unterschiedlichen Situationen und dem daraus resultierenden Prüfungsaufwand noch um etwas Geduld.

"Mietportfolio weitgehend stabilisiert"

„Mit der Fortsetzung der überwiegenden Zahl der Mietverträge und der weiteren Betreuung der Mieter wurde das Mietportfolio weitgehend stabilisiert. In den nächsten Wochen wird es darum gehen, auch für die übrigen Mietverträge eine Lösung zu finden“, erklärte Insolvenzverwalter Max Liebig. Parallel dazu werde an einer dauerhaften Lösung gearbeitet, etwa durch die Übernahme des Geschäfts durch einen neuen Investor. „Aktuell haben neben dem bisherigen Finanzierer bereits mehrere potenzielle Investoren Interesse an einer raschen und dauerhaften Lösung für das Portfolio gezeigt, was mich sehr positiv stimmt“, so Liebig. (hoe)

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