Das Team des Handwerksbetriebs BAU-KO Solar, das bis zum Jahresende vollständig von einer Rhenag-Tochterfirma übernommen wird.

Das Team des Handwerksbetriebs BAU-KO Solar, das bis zum Jahresende vollständig von einer Rhenag-Tochterfirma übernommen wird.

Erst im Frühjahr ist der Regionalversorger Rhenag in die Elektromobilität eingestiegen. Mit dem Einstieg beim Handwerksbetrieb BAU-KO Solar aus Anhausen bei Neuwied erweitert die Innogy-Tochter nun ihre Wertschöpfungskette in dem neuen Geschäftsfeld. Bisher umfasste das Rhenag-Angebotspaket im Bereich E-Mobility neben einem E-Fahrzeug-Leasing und einem Autostromvertrag auch Ladelösungen – sowohl für den öffentlichen Raum als auch für Privatkunden. "Diese Ladetechnik können wir nun mit eigenen Kräften vor Ort installieren", erklärt Rhenag-Sprecher Detlev Albert auf ZfK-Anfrage. Zudem könne die Rhenag ihren Kunden künftig auch Gesamtkonzepte, bestehend aus Ladetechnik, einer PV-Anlage und ggf. einem Batteriespeicher, anbieten und gleichzeitig auch umsetzen.

"Lösungen jenseits des klassischen Commodity-Geschäfts"

"Der Erwerb der BAU-KO Solar ist damit ein weiterer Schritt auf unserem Weg, jenseits des klassischen Commodity-Geschäfts neue Lösungen für eine intelligente, flexible, klimaschonende Nutzung von Energie anzubieten und dabei die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität immer stärker zu verknüpfen", so Albert weiter. Die BAU-KO Solar wird die Innogy-Tochter künftig in den Bereichen Photovoltaik, PV-Speicher, Ladesäulen und Wall-Boxen unterstützen. Die Akquisition des Handwerksunternehmens erfolgte über die Wija GmbH, einer Installationsfirma aus dem Wärmebereich, die die Rhenag vor rund zwei Jahren bereits übernommen hatte. In einem ersten Schritt hat die Wija rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres 49,9 Prozent der Anteile an der BAU-KO Solar erworben. Die restlichen 50,1 Prozent werden Ende des Jahres auf die Wija übergehen – so ist es vertraglich fixiert.

Durch den Erwerb der Wija GmbH hat die Rhenag bereits die operative Umsetzungskompetenz für Energiedienstleistungen im Wärmebereich, sprich für die Modernisierung von Heizungsanlagen, die Umsetzung von BHKW-Lösungen oder für Contractingmodelle, umfassend abgedeckt. Für die stromgetriebenen Energiedienstleistungen, wie Heimspeicher, PV und Ladetechnik, hat sich die Rhenag nun mit der BAU-KO Solar operativ nun gezielt verstärkt. Der 1996 gegründete Handwerksbetrieb hat mit über 2000 installierten Anlagen seine Wurzeln im PV-Geschäft. Das Unternehmen hat unter anderem auch das Bonner Umweltministerium und den Flughafen Köln/Bonn mit PV-Anlagen ausgestattet. Ein weiteres Standbein sind seit einigen Jahren die Planung und Installation von Elektroladesäulen, die Felder Smart Home und Batteriespeicher werden aktuell im Rhenag-Netzwerk ausgebaut.

BAU-KO Solar bleibt eigenständiges Unternehmen

Wie die Wija GmbH soll auch BAU-KO Solar als eigenständiges Unternehmen und eingeführte Marke erhalten bleiben. Der derzeitige Inhaber und Geschäftsführer Jörg Wagenknecht bleibt bis Ende 2019 mit an Bord. Ende diesen Jahres wird er seinen Geschäftsführerposten planmäßig an René Chevalier übergeben. Chevalier arbeitet bereits in der Geschäftsführung der BAU-KO Solar und wird derzeit von Wagenknecht weiter auf die Alleingeschäftsführung vorbereitet.

 











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