Die Neuordnung zielt maßgeblich auf die Marke MTU ab.

Die Neuordnung zielt maßgeblich auf die Marke MTU ab.

Bild: © Rolls-Royce Power Systems

Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems mit dessen Kernmarke MTU soll künftig stärker als Bestandteil des britischen Rolls-Royce-Konzerns auftreten. Künftig sollen die Geschäftsbereiche die MTU im Namen tragen eine neue Bezeichnung erhalten.

In einem ersten Schritt wird die Umbenennung von vier operativen Gesellschaften erfolgen, darunter auch die MTU Friedrichshafen GmbH (künftig: Rolls-Royce Solutions GmbH) und die zwei MTU-Onsite-Energy-Standorte in Augsburg und Ruhstorf (künftig: Rolls-Royce Solutions Augsburg bzw. Ruhstorf GmbH). Die weiteren Tochtergesellschaften werden Zug um Zug neue Bezeichnungen nach diesem Vorbild erhalten. Auch die Produkte von Bergen Engines werden Teil der neuen Markenarchitektur.

Gesteigerter Umsatz und Gewinn

Der Geschäftsbereich Power Systems konnte im ersten Halbjahr 2019 seinen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Der bereinigte Umsatz stieg um 6 Prozent auf 1,778 Mrd. Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs um 20 Prozent auf 109 Mio. Euro. Zum guten Ergebnis trug auch das Geschäftsfeld Energieerzeugung bei. Vor allem die Notstromversorgung für missionskritische Anlagen wie beispielsweise Datencenter, würden weiterhin stark nachgefragt.

Um diese Motoren langfristig zu hybridisieren bzw. elektrisieren, investierte der Konzern mit neun Mio. Euro rund 10 Prozent mehr in Forschung und Entwicklung als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Das sei auch eine Reaktion auf die steigende Nachfrage. Für das baden-württembergische Verkehrsministerium wird derzeit zum Beispiel an einer Machbarkeitsstudie zum Einsatz des MTU-Bahn-Hybridantriebs gearbeitet.

Erstes eigenes Microgrid ab Herbst

Auf dem Werksgelände in Friedrichshafen wird Power Systems im Herbst erstmals selbst ein Microgrid in Betrieb nehmen, bestehend aus MTU-Blockheizkraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme, einem Batteriecontainer und einer Solaranlage. Bislang hatte das Unternehmen nur Komponenten an Kunden geliefert. Im dazugehörigen Validierungs-Center werden den Kunden individuelle Kombinationen von unterschiedlichen Energiequellen und deren gemeinsame Steuerung demonstriert. Ein zweites unternehmenseigenes Microgrid wird derzeit im MTU-Werk in Aiken (USA) gebaut. (pm)

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