RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz.

RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz.

Bild: © RWE AG

"Wer illegal den Wald besetzt und unsere Mitarbeiter mit Fäkalien bewirft, ist für mich kein Aktivist. Das ist ein Straftäter", sagte der Manager im Gespräch mit dem Handelsblatt. Kritik übte Schmitz auch an den Umweltverbänden. Er sei persönlich enttäuscht, dass die Verbände nicht zu einem gemeinsamen Aufruf gegen die Gewalt bei den Protesten im Braunkohlerevier bereitgewesen seien.

An den Rodungsplänen hielt der RWE-Chef ungeachtet der Proteste fest. "Der Wald ist schlichtweg nicht mehr zu retten. Alles andere ist eine Illusion", sagte er. Selbst wenn RWE den Tagebau in Hambach sofort stoppen würde, müsse der Konzern den Wald roden. "Wir brauchen diese Erdmassen, um die Böschungen dauerhaft zu stabilisieren. Die sind so steil, dass sie abgeflacht werden müssen", sagte Schmitz. Der Manager räumte ein, dass RWE mit der Rodung einen großen Imageschaden riskiere. Doch könne er nicht 5000 Arbeitsplätze aufs Spiel setzen, um diesem Konflikt aus dem Weg zu gehen. (dpa/hil)

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