Das NRW-Landeswappen eingerahmt von zwei RWE-Bannern am neuen Hauptsitz des Energiekonzerns in Altenessen.

Das NRW-Landeswappen eingerahmt von zwei RWE-Bannern am neuen Hauptsitz des Energiekonzerns in Altenessen.

Bild: © RWE

Der weitreichende Tausch von Vermögenswerten und Geschäftsbereichen zwischen den Energiekonzernen RWE und Eon ist mit der Übernahme der innogy-Geschäfte final vollzogen worden, wie RWE am Mittwoch mitteilte. Damit gehen die Aktivitäten mit Wind-, Solar- und Wasserkraft, Biomasse und Biogas sowie die Gasspeicher an RWE über, heißt es. Ebenfalls übertragen wurde der Anteil von Innogy am österreichischen Energieversorger Kelag, der mit seinen Wasserkraftaktivitäten das Portfolio von RWE ergänze.

Im Herbst 2019 hatte RWE die Erneuerbaren-Aktivitäten von Eon übernommen, nun folge der letzte Schritt mit der Integration der Aktivitäten von Innogy. "Auf diesen Tag haben wir zwei Jahre hingearbeitet. Die neue RWE ist komplett", erklärte der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz.

Krebber: Perfekt ergänzende Teams

"Unsere Ausgangsbasis ist hervorragend: Ein weltweites, großes Erneuerbaren-Portfolio, zwei sich perfekt ergänzende Teams mit langjähriger Expertise und ein starkes Investitionsprogramm", wird RWE-Finanzvorstand und designierter RWE-Chef Markus Krebber in der Mitteilung zitiert.

Im vergangenen Herbst hatte die Europäische Kommission den Eon/RWE-Deal und die damit verbundene Zerschlagung von Innogy ohne größere Auflagen genehmigt. Ende Mai kündigten insgesamt zehn Kommunalversorger an, gegen die Entscheidung aus Brüssel klagen.

Nichtigkeitsklage beim Europäischen Gericht

Man habe "nach gründlicher Prüfung der erst im März 2020 veröffentlichten Freigabeentscheidung zur Übernahme von Erzeugungsassets und von Handelsgeschäft der Eon durch RWE" eine Nichtigkeitsklage beim Europäischen Gericht in Luxemburg erhoben, hieß es in einer Mitteilung. Gegenstand der Klage ist zunächst der erste Teil der Fusion, mit der RWE die Genehmigung aus Brüssel für die Übernahme der Eon-Erzeugungsassets (Erneuerbare, Eon-Beteiligung an den Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen) erhalten hat. (hil) 

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