Die neue Anlage von RWE soll dem Krefelder Werk von Outokumpu dabei helfen, Stromkosten zu sparen.

Die neue Anlage von RWE soll dem Krefelder Werk von Outokumpu dabei helfen, Stromkosten zu sparen.

Bild: © RWE, Klaus Görgen

RWE Supply & Trading und Outokumpu haben heute eine neuartige Stromerzeugungs- sowie Speicheranlage in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich im Outokumpu Werk Krefeld und besteht aus einem 3,3-MW-Batteriespeicher, gekoppelt mit drei 1-MW-Gasmotoren, wie RWE mitteilt.

Das Gemeinschaftsprojekt wurde von RWE konzipiert und errichtet. Der Essener Energiekonzern übernimmt den Betrieb via Fernwartung. Outokumpu habe im Gegenzug die Walzgerüste umgebaut. Beide Unternehmen teilen sich über einen Zeitraum von zehn Jahren das Optimierungsergebnis, heißt es.

Strom zu Spitzenzeiten

Für das energieintensive Produktionsunternehmen mit Hauptsitz in Helsinki ist Strom ein entscheidender Kostenfaktor, heißt es. In Spitzenzeiten habe das Outokumpu Werk einen besonders hohen Strombedarf. In den Lastspitzen muss der Netzbetreiber eingreifen und kurzfristig dafür sorgen, dass der benötigte Strom zur Verfügung steht.

Angesichts einer zunehmenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ist das eine Herausforderung. Aufgrund der Wetterabhängigkeit steht nicht zu jedem Zeitpunkt die gleiche Leistung im Netz zur Verfügung. Outokumpu muss den Strom außerdem zu Spitzenzeiten und damit relativ teuer einkaufen.

Optimiert für Energiemarkt

Die neue Anlage von RWE soll dem Krefelder Werk jetzt ermöglichen, Stromkosten zu sparen – und zusätzlich das Netz entlasten. Die Kombination aus Batterien und gasbetriebenen Generatoren liefert den Strom in Spitzenzeiten. Eingriffe des Netzbetreibers werden so vermieden.

Damit Kombianlage und Walzgerüste optimal zusammenarbeiten, hat Outokumpu diese "energiemarkt-optimiert", heißt es weiter. Somit könne die Anlage auch im Flexibilitätsmarkt eingesetzt werden. In Zeiten, in denen zu viel oder zu wenig Strom aus Erneuerbaren am Strommarkt zur Verfügung steht, wird zusätzlich Strom eingespeist oder die Produktion entsprechend angepasst.

Umkämpfter Markt

Der Edelstahlmarkt gilt als hart umkämpft und ist sowohl für europäische als auch asiatische Anbieter attraktiv. Es geht auch darum, ob der Produktionsstandort Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleibt. (jk)

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