Die Stadtwerke Lingen und der Energieerzeuger RWE Generation planen, in Lingen gemeinsam eine Fernwärmeversorgung aufzubauen. Für das Projekt "Wärmebündnis für Lingen" haben beide Seiten heute eine Absichtserklärung unterzeichnet.
RWE soll dabei Wärme aus dem Gaskraftwerk Emsland in Lingen bereitstellen. Die Stadtwerke Lingen kümmern sich um die Wärmeverteilung und das Endkundengeschäft. Das Investitionsvolumen soll bei 15 Millionen Euro für die kommenden zehn Jahre liegen. Der erste Kunde soll Mitte 2022 an das neue Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Andere erneuerbare Energien könnten profitieren
Beide Unternehmen haben bereits Erfahrungen in der Sparte. Seit 2004 sind die Stadtwerke Lingen im Wärmebereich mit großteils kleineren Energieliefermodellen im Wohnbaubereich aktiv. Seit 2012 versorgen sie über ein Fernwärmenetz Kunden im Emsauenpark. RWE Generation betreibt in Lingen das Gaskraftwerk Emsland und produziert Strom. Über die Kräfte-Wärme-Kopplung stellt das Unternehmen auch Wärme bereit.
Der Ausbau der Fernwärmeversorgung hat den Vorteil, dass künftig regenerativ erzeugte Abwärme großtechnisch für viele Endkunden zugänglich wird. RWE plant in Lingen außerdem die großtechnische Erzeugung von grünem Wasserstoff. Die Abwärme dieses Prozesses könnte ebenfalls dem Fernwärmekreislauf zugeführt werden. Der grüne Wasserstoff wiederum könnte Bürgern und öffentlichem Nahverkehr zugänglich gemacht werden. (agr)
