Blackouts in Deutschland sind äußerst selten: Die Versorgungssicherheit war 2018 so gut wie fast nie zuvor.

Blackouts in Deutschland sind äußerst selten: Die Versorgungssicherheit war 2018 so gut wie fast nie zuvor.

Bild: © BirgitH/Pixelio

Der Energiekonzern RWE hat sich in Großbritannien wegen eines großflächigen Stromausfalls freiwillig zur Zahlung von 4,5 Mio. Pfund (rund 5,3 Mio. Euro) bereit erklärt. Das teilte die britische Aufsichtsbehörde Ofgem am Freitag mit. Grund sei ein massiver Stromausfall im August vergangenen Jahres gewesen. Millionen Briten wurden damals von der Stromversorgung abgeschnitten, in weiten Teilen des Landes standen die Züge still. Selbst in einem Krankenhaus gingen vorübergehend die Lichter aus.

Ursache war ein Blitzeinschlag, der neben einem Gaskraftwerk der britischen RWE-Tochter auch einen Windpark vom Stromnetz abschnitt. Der Windparkbetreiber Hornsea One willigte Ofgem zufolge ebenfalls in eine Zahlung in gleicher Höhe ein.

Stellungnahme von Ofgem

"Verbraucher und Unternehmen sind darauf angewiesen, dass Erzeuger und Netzwerkbetreiber eine sichere und stabile Energieversorgung zur Verfügung stellen", sagte Ofgem-Chef Jonathan Brearley der Mitteilung zufolge. Der Stromausfall am 9. August habe gezeigt, wie viel Störung verursacht werde, wenn dies nicht gelinge. Deswegen sei es richtig, dass die Energiekonzerne zahlten.

In einer RWE-Stellungnahme hieß es, das Unternehmen habe die Aufsichtsbehörde bei der Aufklärung des Vorfalls vollumfänglich unterstützt. Der Ausfall der RWE-Anlage sei aber nur einer von vielen Faktoren gewesen, die letztlich zum Stromausfall geführt hätten. "Die Ereignisse haben Fragen aufgeworfen, wie das ganze System gestaltet und betrieben werden soll, um widerstandsfähiger zu sein", hieß es in der Mitteilung. Dazu leiste RWE gerne einen Beitrag.  (dpa/hp)

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