"Trotz der guten Geschäftsentwicklung gilt es, frühzeitig Verbesserungspotenzial in den Geschäftsprozessen zu erkennen. Zentrale Faktoren sind dabei der immer schärfere Wettbewerb und der Mangel an Fachkräften", erklärt Dino Höll, Geschäftsführer der Stadtwerke Dessau, die Zusammenarbeit. Das Inkassounternehmen Bad Homburger Inkasso (BHI) entlastet die Stadtwerke beim Forderungsmanagement, teilten die Stadtwerke mit. Denn diesen Geschäftsprozess hatte der Versorger schon seit längerem nicht mehr angepasst.
Beim konkreten Projekt verkauften die Stadtwerke Dessau rund 9000 schlussgerechnete und abgeschriebene Forderungen an die BHI. Dabei handelte es ich um Forderungen gegen Schuldner, die mittlerweile außerhalb des Versorgungsgebietes der Stadtwerke Dessau wohnen. "Für die Stadtwerke stellt der Verkauf der Forderungen einen außerordentlichen Ertrag dar, wobei hingegen jetzt das weitere Ausfallrisiko bei der BHI liegt", erklärt Michael Hartmann, Vertriebsdirektor Kommunal- und Mittelstandskunden.
Tücken für die kommunalen Unternehmen
Es wurden bereits alle Zahlungspflichtigen angeschrieben. Die Gespräche dazu sind schon weit fortgeschritten. "Gerade für Stadtwerke mit ihren zahlreichen Kunden birgt dieser Prozess seine Tücken. Allein die schiere Menge an Forderungen bringt die Inhouse-Ressourcen der kommunalen Unternehmen an ihre Grenzen. Ohne eine moderne IT ist eine vertretbare kaufmännische Kosten-Nutzen-Relation beim Bearbeiten der ausstehenden Zahlungen kaum möglich", so Hartmann.
Angesichts der positiven Erfahrungen wollen beide Partner ihre Zusammenarbeit intensivieren. In der nächsten Ausbaustufe planen die Stadtwerke Dessau den Verkauf weiterer Forderungen an die BHI. (gun)



