Das Verwaltungsgebäude von Gelsenwasser in Gelsenkirchen.

Das Verwaltungsgebäude von Gelsenwasser in Gelsenkirchen.

Bild: © Gelsenwasser

Der Konzernjahresüberschuss lag 2023 mit 132,9 Mio. Euro deutlich über dem Jahresüberschuss 2022 (82,1 Mio. Euro), teilte Gelsenwasser mit. Damit übertraf das Unternehmen auch seine eigenen Prognosen um über 39 Prozent.

Der Anstieg resultiere vor allem aus Sondereffekten, wie beispielsweise der Ergebnisabführung innerhalb der Infrareal-Gruppe um rund 15 Mio. Euro. Nach einem umsatzstarken Geschäftsjahr 2022 aufgrund stark gestiegener Gaspreise sind die Umsatzerlöse 2023 wieder deutlich gefallen, und zwar von 9, 32 Mrd. auf 4,01 Mrd. Euro.

Einstieg bei Trianel

Sein Beteiligungsportfolio hat Gelsenwasser 2023 unter anderem durch den Erwerb von 7,5 Prozent der Kapitalanteile an der Aachener Trianel ausgebaut. Im Kreis der über 50 Gesellschafter gehört der Gelsenkirchner Wasserkonzern damit zu den fünf größten Anteilseignern. Gemeinsam mit Trianel wird Gelsenwasser sein Engagement vor allem in der Umsetzung der Energiewende weiter verstärken. Ende November 2023 erwarb Gelsenwasser zudem 15 Prozent der Kapitalanteile an den Stadtwerken Velbert (SWVE). 

Das Kerngeschäft des Unternehmens, der Wasserabsatz, blieb 2023 im Vorjahresvergleich stabil. Die Wasserabgabe blieb mit 217,5 Mio. Kubikmeter um etwa. 10,3 Mio. Kubikmeter (-4,5 %) unter dem Wert des Vorjahres. Von dem Rückgang waren alle Kundengruppen von Haushalten über Industriekunden bis zu benachbarten Versorgungsunternehmen betroffen. Wesentliche Ursache war der ab Juli deutlich feuchtere Sommer im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Resilienz der Wasserversorgung und die Qualitätssicherung seien weiterhin Fokusthemen des Unternehmens, hieß es weiter. Die Erweiterung der Trinkwasser-Aufbereitung mit Investitionen von über 200 Mio. Euro in den Ruhr-Wasserwerken sei fast abgeschlossen. Der Bau einer neuen Trinkwasser-Transportleitung zwischen Beckum und Oelde (OWL-Leitung) und im Anschluss zweier weiterer Leitungen Richtung Rheda-Wiedenbrück und Varensell würden ebenfalls zügig vorankommen.



Absatzrückgang bei Gas und Strom

Der Gasabsatz bei Gelsenwasser sank 2023 um fast 29 Prozent auf 56,1 TWh, was das Unternehmen vorrangig mit rückläufigen Gashandelsaktivitäten begründet. Beim Stromabsatz verzeichnete Gelsenwasser ebenfalls einen Rückgang, dieser betrug 51,4 Prozent auf 6,1 TWh. Die Minderabgabe entfiel auch hier auf die Handelsaktivitäten und resultierte aus der sich beruhigenden Lage an den Energiemärkten. Der Rückgang im Vertriebsgeschäft um 9,3 Prozent betraf infolge rückläufiger Kundenzahlen ausschließlich die Tarifkunden. (am)

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