Vor drei Jahren gründete sich unter Moderation der Stadtwerke Bochum das erste Bochumer Energieeffizienz-Netzwerk. Das ehrgeizige Ziel bis Ende 2019 lautete: Im Rahmen der Zusammenarbeit wollten die Teilnehmer über alle beteiligten Unternehmen hinweg zehn Prozent der eingesetzten Energie einsparen.
Das Ziel wurde jedoch knapp nicht erfüllt, wie das Unternehmen mitteilte: "Zum letzten Netzwerktreffen hatten wir mehr als sieben Prozent Energieeinsparung umgesetzt. Berücksichtigen wir die Maßnahmen, die noch fortlaufen bzw. auf 2020 verschoben wurden, werden wir in Summe auf 8,24 Prozent Energieeinsparung kommen", erklärt Valentin Scheltow, zuständig für den Vertrieb Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Bochum.
Anschlussnetzwerk in der Schwebe
Trotzdem wurden Relevanz und Lerneffekte des Netzwerks hervorgehoben: "Entscheidend war der Erfahrungsaustausch unter den beteiligten Partnern. Viele der Maßnahmen zur Energieeinsparung konnten dadurch schneller realisiert werden", teilte ein Sprecher der Stadtwerke auf Nachfrage der ZfK mit. Vorteilhaft sei auch der unabhängige Energieberater gewesen, der unterstützend an den Sitzungen teilnahm. Wobei die Maßnahmenumsetzungen den Akteuren überlassen war.
Es gebe zwar Interesse unter den Beteiligten für ein Anschlussnetzwerk. Aber es stünde noch keine Entscheidung fest. Ob ein weiteres Einsparziel aufgeworfen werde, hänge ebenso von diesem potenziellen Zusammenschluss ab, teilte der Sprecher mit.
Schwerpunkte und Resultate
Schwerpunktthemen der Netzwerkarbeit waren die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen, die Optimierung der Wärme- und Kälteversorgung, die Installation von Photovoltaik-Anlagen und die Umstellung auf E-Mobilität. Scheltow merkte in diesem Kontext an: "So haben wir beispielsweise allein elf Beleuchtungsprojekte angestoßen und entsprechend Erfahrungen mit der Technik und Installationsproblematiken ausgetauscht."
Die umgesetzten Einzelmaßnahmen der Mitgliedsunternehmen sollen künftig zu einer Einsparung von jährlich 6.855.875 Kilowattstunden und einer daraus resultierenden CO2-Vermeidung von 2.615 Tonnen pro Jahr führen. Neben den Stadtwerken Bochum als Träger waren der VfL Bochum 1848, USB Bochum, USB Service GmbH, Matthias-Claudius-Sozialwerk Bochum, VBW Bauen und Wohnen, Akademisches Förderungswerk (AKAFÖ), Tiemeyer automobile AG, Tierpark Bochum, Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ruhr-Mitte, SBO Senioreneinrichtungen Bochum, Eickhoff Gießerei und der Ruhr-Park Mitglieder des Bochumer Energieeffizienz-Netzwerks. (ab)
