Die Stadtwerke im oberbayerischen Dorfen haben erfolgreich zwei Großprojekte abgeschlossen. So wurde zu Beginn dieser Woche symbolisch das Heizwerks Rinning II in Betrieb genommen. Außerdem konnten die Stadtwerke das öffentlich geförderte Glasfasernetz in den unterversorgten Bereichen an die Stadt Dorfen übergeben.
Das Heizwerk Rinning II werde ebenso wie das bestehende Heizwerk zu ganz überwiegenden Teilen mit Biomasse betrieben aus heimischen Wäldern, heißt es in der Pressemitteilung. Die Wälder würden teils von den Stadtwerken angepachtet und auch bewirtschaftet. Hierdurch ergibt sich ein sehr niedriger ökologischer Fußabdruck (Kreislaufwirtschaft), der Primerenergiefaktor ist mit 0,13 sehr niedrig.
Leistungskapazität der Fernwärmesparte legt deutlich zu
Das neue Heizwerk hat eine Wärmeleistung von zwei MW. Mit der bestehenden Wärmeerzeugungsanlage summiert sich die Leistung der Fernwärmesparte auf insgesamt 3,5 MW. Heute werden bereits große Teile der Dorfener Altstadt mit Fernwärme versorgt und das Netz. Die Investitionen für Rinning II haben 1,6 Mio. Euro betragen. Davon wurden 300.000 über das Technologiezentrum Straubing und C.A.R.M.E.N gefördert.
Zur Beseitigung der letzten weißen Flecken in Dorfen wurden zudem 467 Kilometer Glasfaser verlegt und ein Leerrohrnetz von 457 Kilometern Länge errichtet. Über das Glasfasernetz werden laut Pressemitteilung rund 700 Immobilien erschlossen und rund 1.000 private und gewerbliche Kunden mit schnellem Internet versorgt. Über das Betreibermodell verbleibt das Eigentum an dem Netz bei der Stadt Dorfen.
Die Stadtwerke Dorfen haben das Netz gepachtet, erbringen die TK-Leistungen und sind Vertragspartner der Kunden. Über ihre Tochtergesellschaft Dorfener Bau- und Service GmbH haben die Stadtwerke nach eigenen Angaben auch im Auftrag der Stadt wesentliche Leistungen im Bereich Baumanagement und Bautätigkeiten erbracht. Die Baukosten liegen bei rund 8,9 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgte als Cofinanzierung von Bund und Freistaat sowie aus Mitteln der Stadt Dorfen. Das Netz wird jetzt der Stadt Dorfen übergeben und dann wie vereinbart an die Stadtwerke zurückverpachtet. (hoe)


