Bild: @ Stadtwerke Celle

Die Stadtwerke Celle sind zu 100 Prozent im Besitz der Stadt. Und in kommunaler Regie haben sie verschiedene Aktivitäten zurückgeholt, die zuvor an den privaten Versorger SVO ausgelagert waren. Dazu gehören der Vertrieb von Strom und Gas ebenso wie die Abrechnung für das Trinkwasser. Auch die Geschäftsführung für das Klärwerk, also beim Abwasser, liegt in Celle wieder in kommunaler Hand. Nach Angaben der Celleschen Zeitung ist deswegen die Zahl der Mitarbeiter 2013 von 5 auf etwa 25 angestiegen.

Die Verwaltung der Celler Stadtwerke platzt nun aus allen Nähten. Die Ross’sche Villa, die bisher als Verwaltungssitz diente, ist zu klein, sie reicht nur für etwa sieben Mitarbeiter. Die übrigen Beschäftigten arbeiten entweder im Celler Badeland oder im Kundencenter in der Prinzengasse. Geschäftsführer Thomas Edathy möchte den Kern seiner Mannschaft gerne an einem Ort wissen, „doch dafür ist in der Ross'schen Villa kein Platz“, wie er der Celleschen Zeitung sagt. Außerdem sei das bisherige Gebäude nicht barrierefrei.

Kooperation mit der Celler Stadtentwässerung

Edathy hat sich nun mit Michael Martin, dem Leiter des städtischen Eigenbetriebs der Stadtentwässerung, ausgetauscht. Auch dessen Betrieb leidet unter Platzmangel. „Sechs Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen und Verwaltung sind seit zwei Jahren in Containern untergebracht. Das kostet mehrere tausend Euro im Jahr.“ Außerdem habe man ein Einfamilienhaus anmieten müssen, so Martin weiter.

Stadtwerke und Stadtentwässerung wollen nun kooperieren, um ihre Raumprobleme zu lösen. Die Cellesche Zeitung erklärt: „Stadtwerke sollen auf dem Gelände des Klärwerks ein neues Verwaltungsgebäude errichten, der Eigenbetrieb Stadtentwässerung wird Mieter. Der Komplex soll auf der westlichen Seite vor dem Tor zum Klärwerk entstehen. Einen Gebäudeflügel nutzen die Mitarbeiter der Stadtwerke, den anderen die der Stadtentwässerung. 52 Parkplätze sollen für die Angestellten und Kunden insgesamt zur Verfügung stehen.“

Fertigstellung schon im nächsten Jahr

Noch im August soll mit der Ausschreibung für den Bau begonnen werden, ein Zuschlag könnte bereits Ende Oktober erfolgen. Edathy hofft, dass die Bauarbeiten im März kommenden Jahres aufgenommen werden können. Als möglichen Einzugstermin nennt die Cellesche Zeitung Dezember 2020. Die Kosten des Projekts werden auf etwa vier Millionen Euro veranschlagt.

Ein wichtige Nachricht hat Edathy für alle Kunden der Celler Stadtwerke: „Das Kundenzentrum in der Prinzengasse wird fortbestehen. Viele Celler schätzen es sehr, dass sie einen so zentralen Anlaufpunkt in der Innenstadt haben.“ (sig)

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