Frederik Stroetmann (Stadtwerke Münster) und Andreas Jenschke (Wohn + Stadtbau) schauen sich die ersten Photovoltaik-Anlagen aus der Nähe an.

Frederik Stroetmann (Stadtwerke Münster) und Andreas Jenschke (Wohn + Stadtbau) schauen sich die ersten Photovoltaik-Anlagen aus der Nähe an.

Bild: © Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster heben künftig gemeinsam mit der Wohn + Stadtbau die vorhandenen Dachflächen-Potenziale der städtischen Wohnungsgesellschaft. Dazu stellt die Wohn + Stadtbau den Stadtwerken Informationen über verfügbare Dachflächen zur Verfügung, wie der Kommunalversorger mitteilt.

Die Stadtwerke pachten demnach geeignete Flächen an. Anschließend errichten und betreiben sie die Photovoltaik-Anlagen. Dabei stehen nicht nur geplante Neubauten der städtischen Wohnungsgesellschaft im Fokus. Sämtliche Dächer im Gebäudebestand der Wohn + Stadtbau sollen nach Möglichkeit aufgerüstet werden.

Ungenutztes Potenzial für Photovoltaik

Künftig will die Wohnungsgesellschaft zudem bereits im Planungsstadium ihrer Neubauten die Sonnenkraftwerke auf dem Dach mitdenken. Beispielsweise soll die Statik entsprechend ausgelegt und Leerrohre vorgesehen werden.

Die städtische Wohnungsgesellschaft bewirtschaftet derzeit rund 1000 Gebäude mit gut 200.000 m2 Dachfläche. Die Fläche entspricht 28 Fußballfeldern. Bei jedem Dach prüfen die Stadtwerke nun einzeln, ob es sich für die Installation einer Anlage eignet.

Erstes Projekt versorgt 45 Haushalte

Den gewonnenen Strom wollen die Stadtwerke einspeisen und damit kontinuierlich den Anteil des Ökostroms im münsterschen Stromnetz steigern. Bis 2030 sollen die Haushalte in Münster mit selbst produziertem, erneuerbarem Strom versorgt werden.

Im Herbst haben die beiden Unternehmen bereits zwei Mehrfamilienhäuser auf rund 1000 m2 Dachfläche mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 200 Kilowattpeak (kwp) produzieren jährlich Strom für rund 45 Haushalte. (jk)

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