Mit der neuen Immobiliengesellschaft will Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer mehr Möglichkeiten bei der Planung und Lerneffekte erhöhen.

Mit der neuen Immobiliengesellschaft will Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer mehr Möglichkeiten bei der Planung und Lerneffekte erhöhen.

Bild: © Stadtwerke Neustadt am Rübenberge/Jesse Wiebe

Die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge (SWN) haben die Immobiliengesellschaft Rouvenwerk gegründet. Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer begründet diesen Schritt damit, "dass wir gemerkt haben, dass wir bestimmte Themen mit dritten Wohnungsbauunternehmen nur bedingt umsetzen können".

Dazu würden beispielsweise innovative Energiekonzepte für Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern gehören, fährt der Geschäftsführer fort. Die Stadtwerke bauen momentan in Neubaugebieten Mehrfamilienhäuser mit Solaranlagen, E-Mobilitätsladesäulen und partiell Smart-Home-Lösungen auf. Diese sollen nicht nur vermietet werden. Sondern man möchte auch in punkto Lademanagement, Kundenbedarf und der Vertragsausgestaltung dazu lernen, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung weiter.

Kommunalintern könnten weitere Ausgliederungen kommen

"Strategisch möchten wir als Stadtwerke-Konzern mit unseren Dienstleistungen hinter den Zähler beziehungsweise in das Haus. Das ist uns gelungen", bekräftigt Lindauer fern. Auch habe das Unternehmen in der Vergangenheit bereits in eingeschränktem Umfang Immobilien realisiert und betrieben. Dieses Geschäftsfeld soll sukzessive in der konzerneigenen Immobiliengesellschaft gebündelt und weiter aufgebaut werden.

"Auch der Paragraf 2b im Umsatzsteuergesetz wird kommunalintern zu weiteren Ausgliederungen führen, da Immobilienleistungen künftig mit Umsatzsteuer belastet werden", erläutert der Stadtwerke-Chef. Darüber hinaus soll die Rouvenwerk einhergehend auch Grundstücksbevorratung, Ausgleichs- und Tauschflächen bewirtschaften sowie partiell auch Grundstücke erschließen und entwickeln.

Stadt kann ganzheitlicher planen

Der "große" Vorteil liege für die Stadt darin, dass diese Gesellschaft Grundstücke ganzheitlich im Rahmen eines privatwirtschaftlichen Erschließungsvertrages entwickeln sowie erschließen kann und dies nicht nur energiewirtschaftlich, sondern mit allen Erschließungsanlagen samt Straßen und Grünanlagen.

Auch könne die Stadt durch Einfluss im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung mitgestalten und gezielte Standortentwicklung betreiben. Thomas Reimann, Prokurist der Wirtschaftsbetriebe und LeineNetz führt künftig die Neustädter Immobiliengesellschaft. (gun)

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