Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Bild: © RioPatuca Images/AdobeStock

Trotz deutlicher, pandemiebedingter Umsatzrückgänge beim Stadtpark, im Bäderbereich und bei den Verkehrsbetrieben haben die Stadtwerke Norderstedt aus der Nähe von Hamburg im Coronajahr 2020 ihren Gewinn deutlich auf 17,3 Mio. Euro (2019: 13,7 Mio. Euro) und ihren Cash Flow auf 66,5 Mio. Euro (2019: 64,2 Mio. Euro) erhöhen können.

Grund hierfür ist vor allem das weiterhin starke Wachstum der Telekommunikationstochter "wilhelm.tel". Die Umsatzerlöse des zu 100 Prozent kommunalen Energieversorgers liegen mit 194,4 Mio. Euro leicht über denen des Vorjahres. Rund 11,1 Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss fließen als Dividende an die Stadt Norderstedt, der Rest in die Gewinnrücklagen.

Wilhelm.tel legt bei Privat- und Geschäftskunden weiter zu

Ein Umsatzwachstum von über 3,5 Mio. Euro auf 78,08 Mio. Euro konnte dabei die Telekommunikationstochter „wilhelm.tel“ verzeichnen. Die Zahl der eigenen Endkunden im TV-Bereich legte um zwei Prozent zu, im Telefon-/Internet-Segment um 5 Prozent. Auch im Geschäftskundenbereich gab es Zuwächse.

Wilhelm.tel hat nach eigenen Angaben bereits vor der Corona-Pandemie den so genannten FTTH-Ausbau (fibre to the home) vorangetrieben. Im Geschäftsjahr 2020 habe man in Zusammenarbeit mit der kommunalen Wohnbaugesellschaft "SAGA GWG" in Hamburg von 117.000 Wohneinheiten allein 50.000 mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet.

Das Glasfasernetz, das die Stadtwerke Norderstedt gemeinsam mit ihrem Hamburger Partner „willy.tel“ betreiben, umfasst rund 3000 Kilometer. An dieses sind in der Metropolregion Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein mittlerweile über 76.000 Gebäude angeschlossen.

Positiver Ausblick

Der weitere Ausblick für die Telekommunitionssparte ist optimistisch. „Im Bereich der Telekommunikation wird sich die positive Entwicklung als regionaler Dienstleister durch die vermehrte Nachfrage von Wohnungsbaugesellschaften einerseits und benachbarten Gemeinden andererseits fortsetzen“, heißt es im Geschäftsbericht. In Hamburg selbst wird erwartet, dass über 60 Prozent der mehrgeschossigen Wohnungen an das Versorgungsnetz angeschlossen werden können.

Der Ausbau der Infrastruktur soll laut den Stadtwerken Norderstedt mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf die Glasfasertechnologie und WLAN/WiFi6-Infrastruktur erfolgen, so dass zukünftig jede Wohnung über einen Glasfaseranschluss mit WLAN/WiFi6 versorgt wird und somit den Kund:innen auch Bandbreiten im Gigabitstandard zur Verfügung gestellt werden können. (hoe)
 

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper