Die Stadtwerke Potsdam haben das vergangene Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 3,8 Mio. Euro abgeschlossen. Damit schreiben sie nach Verlusten im Vorjahr (minus 3,0 Mio. Euro) wieder schwarze Zahlen. Auch die Umsätze gingen nach oben: von 300 Mio. Euro im Vorjahr auf 335 Mio. Euro.
Stark schnitt laut Geschäftsbericht die Sparte Energie und Wasser ab. Nach Abzug der Ausgleichszahlung und vor Ertragssteuern erwirtschaftete sie ein Ergebnis von knapp 27 Mio. Euro (Vorjahr: 21 Mio. Euro).
Entsorgungsbereich mit Gewinn
Hilfreich waren demnach nicht nur Absatzsprünge bei der Wärme- und Stromversorgung, sondern auch eine „langfristige Energiebschaffungs- und Erzeugungsstrategie“, die die Turbulenzen an den Energiemärkten abgefedert habe.
Gewinn machten außerdem die Bereiche Entsorgung und Stadtbeleuchtung sowie der konzerneigene Fuhrparkservice.
Verkehrssparte mit weniger Verlust
Weniger Verlust als im Vorjahr fuhr die Verkehrssparte ein. Sie schloss mit einem Minus von knapp 25 Mio. Euro ab (Vorjahr: 26 Mio. Euro).
Zur Finanzierung dieser Verluste erhielt der Konzern einen städtischen Zuschuss in Höhe von knapp zwölf Mio. Euro. Auch der Bäderbereich belastete trotz pandemiebedingter, rückläufiger Besucherzahlen die Konzernbilanz weniger als im Vorjahr.
"Rund 61,5 Mio. Euro investiert"
Geschäftsführer Monty Balisch zeigte sich in einer Presseaussendung zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. „Rund 61,5 Mio. Euro wurden im Jahr 2021 in den Kerngeschäftsfeldern Energie, Wasser, Mobilität und Entsorgung […] investiert.“
Die Stadtwerke hätten beispielsweise mit der städtischen Wohnbaugesellschaft Pro Potsdam erstmalig ein Mieterstrommodell umgesetzt, heißt es. Zudem seien zwei Nachklärbecken und ein Rücklaufschlammpumpwerk in der Kläranlage Potsdam-Nord in Betrieb genommen worden.
Personeller Umbruch
Schlagzeilen machten die Stadtwerke Potsdam zuletzt, weil mit Stadtwerkechefin Sophia Eltrop und der kaufmännischen Geschäftsführerin Claudia Wiest innerhalb kurzer Zeit zwei Führungskräfte den Konzern verließen.
Balisch führt den Konzern nun vorübergehend, eine dauerhafte Lösung wird noch gesucht. Aus dem Geschäftsbericht geht auch hervor, wie viel Eltrop und Wiest im vergangenen Jahr verdienten. Bei Eltrop wurden demnach 215.000 Euro gezahlt und Wiest 140.000 Euro. (aba)

