Der Markplatz in Schwäbisch Hall.

Der Markplatz in Schwäbisch Hall.

Bild: @ Stadt Schwäbisch Hall

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben im Geschäftsjahr 2018 das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. 15,6 Mio. Euro blieben unter’m Strich übrig, das Ergebnis von 2017, das mit 9,2 Mio. Euro schon ein Rekord war, konnte nochmals gesteigert werden. In die Bilanz für 2018 fließt allerdings auch der Einmaleffekt, der sich durch den Verkauf der Energieversorgung Ottobrunn ergibt. Das in Oberbayern liegende Investment ging im August 2018 an die Stadtwerke München.

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Schwäbisch Hall stiegen um satte 33,9 Prozent, und zwar von 332,3 Mio. auf 445,1 Mio Euro, die Bilanzsumme konnte von 269,8 Mio. um 9,2 Prozent auf 294,7 Mio. Euro gesteigert werden. Das Anlagevermögen wuchs dementsprechend binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent auf 220,8 Mio. Euro, zugleich stiegen Stammkapital und Rücklagen von 86,9 Mio. auf 93,4 Mio. Euro, was einer Steigerung von 7,5 Prozent entspricht. Die Gesamtstromabgabe Netz stieg von 383 auf 389 GWh – hier ging es um 1,6 Prozent bergauf.

Stromhandel fast verdoppelt

Einen Spitzenwert können die Schwäbisch Haller beim Stromvertrieb und -handel vermelden: 3.336 GWh liefen im Jahre 2018 über den Zähler, im Jahr davor waren es 1.724 GWh. Die Steigerung beträgt damit 93,5 Prozent – bemerkenswert. Die Stadtwerke teilen dazu mit: „"Rund 267 GWh Strom werden jährlich in unser Stromnetz erzeugt und eingespeist. Ein Großteil davon kommt aus Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren, wie aus Biomasse, Wind, Fotovoltaik oder Wasserkraft." Der Rest kommt aus erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall erzeugen damit rund 70 Prozent ihrer verkauften Strommenge selbst. Im Geschäftsbericht heißt es dazu, dass man sich in den vergangenen Jahren an Unternehmen beteiligt habe, die Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz betreiben oder sich an solchen beteiligt haben. Den Erfolg dieser Strategie vermeldet man nicht ohne Stolz: "Rechnet man die erneuerbare Stromerzeugung dieser Beteiligungen anteilig bilanziell hinzu, haben wir das Ziel von 100 Prozent erneuerbarer Energien im Jahr 2018 in Höhe von etwa 104 Prozent bereits übertroffen."

Klimaziel bereits jetzt erreicht

Konkret haben die Stadtwerke Schwäbisch Hall den Windpark Rote Steige westlich der Stadt im vergangenen Jahr erweitert. Rechnet man die erzeugten Strommengen der Beteiligungen hinzu, haben die "Haller Stadtwerke", wie sie sich selbst auch nennen, ihr für 2030 gesetztes Ziel, die Stromversorgung in Schwäbisch Hall und den von den Stadtwerken versorgten Kommunen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bereitzustellen, bereits im Jahr 2018 erreicht. (sig)

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