Auf die jüngsten Höchststände bei der Zahl der Coronainfektionen in Deutschland haben erste Stadtwerke mit neuen Vorsichtsmaßanahmen reagiert. Die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) etwa möchte den Schutz von Reisenden im Nahverkehr weiter verbessern. Ab kommendem Mittwoch werden in den Straßenbahnen der Havag alle Türen ab Betriebsbeginn um 4 Uhr bis etwa 20 Uhr automatisch geöffnet, um die Durchlüftung in den Fahrzeugen zu erhöhen. An allen Endstellen wird eine zusätzliche Lüftung vorgenommen. Die Fahrgäste werden gebeten, das Fahrzeug dafür kurz zu verlassen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Im Kundenbüro der Stadtwerke Kalkar sind seit heute persönliche Besuche nur noch in dringenden Ausnahmefällen und mit Terminabsprache möglich. „Wir bitten unsere Kunden, vorrangig die Kontaktaufnahme per Telefon oder per Mail zu suchen“, sagt Stadtwerke-Prokurist Klaus Reumer. Die Stadtwerke wollen dazu beitragen, weitere mögliche Einschränkungen zu verhindern, heißt es in einer Pressemitteilung.
Neubrandenburg: Wartungsarbeiten an TV-Anlagen abgesagt
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) haben unterdessen die technische Aktualisierung an zentralen TV-Anlagen für den Kabelempfang verschoben. Grund seien die stark steigenden Corona-Infektionszahlen, wie der Kommunalversorger mitteilt. Ein neuer Termin sei bisher noch nicht festgesetzt.
Die Wartungsarbeiten an Systemen zur TV-Einspeisung waren für Ende Oktober geplant gewesen. In der Folge wäre für alle Kabelfernsehkunden ein Sendersuchlauf notwendig geworden. Um die rund 38.000 Kunden zu unterstützen, die dabei Hilfe benötigen, war ein technischer Service vorgesehen, zu dem auch Hausbesuche gehört hätten. (jk)
