Die sieben Gesellschafterkommunen der "Stadtwerke Tecklenburger Land" (SWTE) haben aus Anlass von deren fünfjährigem Bestehen eine positive Gründungsbilanz gezogen. Das geht aus einer Pressemitteilung des jungen Kommunalversorgers vom Donnerstag hervor. Demnach nahmen die Stadt Ibbenbüren und die sechs umliegenden Gemeinden voriges Jahr 1,4 Mio. Euro aus den Erlösen des Versorgers ein – zuzüglich Gewerbesteuer. Dieses Jahr sollen es alles in allem knapp 2 Mio. Euro sein.
"Wir schaffen Wertschöpfung für die Bürgerinnen und Bürger, die über die Rückflüsse an die Kommunen den Menschen in der Region zu Gute kommt", schrieb Ibbenbürens Bürgermeister Marc Schrameyer. Sein Hopstener Kollege Winfried Pohlmann ergänzte: "Wenn wir die Stadtwerke nicht hätten, müsste ich unter Umständen die Grundsteuer B erhöhen. So schöpfen wir aus den Gewinnen."
"Gut bezahlte Stellen in der Region"
Die Zufriedenheit der Rathauschefs mit ihrer Holding, Vertriebs- und Netzgesellschaft geht aber über das Geld hinaus:
- "Mit den Stadtwerken Tecklenburger Land hat eine neue Zeitrechnung der interkommunalen Zusammenarbeit begonnen", sagte Rathauschef Schrameyer.
- "Wir sichern gut bezahlte Arbeitsplätze in der Region", so der Ibbenbürener weiter.
- "Wir sind wieder Akteur im Bereich Energie", freut sich der Bürgermeister von Lotte, Rainer Lammers. Vor der Gründung 2014 waren Ibbenbüren und die sechs Umlandgemeinden fast unangefochten RWE-Land; deren Tochter Innogy ist heute noch strom- und gasseitig der lokale Marktführer, ergab eine ZfK-Stichprobe bei Verivox. Das Strom- und Gas-Verteilnetz dagegen geht teilweise auf die SWTE Netz über.
- Synergien beispielsweise im Bäderbetrieb und bei der Energieerzeugung aus Erneuerbaren
- Förder-Aktionen, wie ein Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement, die Umgestaltung eines Küsterhauses oder ein Dorfladen
Die Vision der Bürgermeister mit ihrem Stadtwerk
Zur Vision mit den Stadtwerken Tecklenburger Land schrieb Bürgermeister Schrameyer, man entwickle das Unternehmen "sukzessive zu einem interkommunalen Dienstleister und Lösungspartner". Sein Kollege David Ostholthoff aus Hörstel sieht die Stadtwerke als "Vordenker in der Gemeinschaft der Kommunen" zu Gas und Strom. Er verweist darauf, dass sie die Heizung eines Schulzentrums betreiben.
Reckes Rathauschef Eckhard Kellermeier wünscht sich Dienstleistungen der Stadtwerke für ihre Kommunen in der grünen Energieerzeugung, seine Westerkappelner Kollegin nennt als künftige Handlungsfelder darüber hinaus "Energieberatung und weitere Energiedienstleistungen". David Ostholthoff aus Hörstel hofft auf Lösungen für eine kleinteilige Versorgung der Zukunft zusammen mit der Infrastrukturgesellschaft SWTE Netz. (geo)
