Im Strommarkt investieren die werbenden Anbieter immer weniger in Werbung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das Volumen um 26 Prozent gesunken und erreicht mit rund 106 Millionen Euro den niedrigsten Wert innerhalb von fünf Jahren. Zugleich werben mehr Marken für Strom als noch vor einigen Jahren, wie die Marktforschungsberatungsgesellschaft "Research Tools" herausgearbeitet hat.
Damit investiert die einzelne Strommarke im Durchschnitt deutlich weniger in Werbung als in den Vorjahren. So sind im Vergleich zum Top-Werbejahr 2016/17 die Ausgaben pro werbender Marke um 57 Prozent gesunken und liegen damit erstmals bei unter einer Million Euro pro werbender Marke und Jahr.
Beinahe alle Teilmärkte spiegeln Rückgang wider
So hat sich die ehemals starke mediale Kommunikation für erneuerbare Energien quasi halbiert. Damit stellt dieser Produktmarkt nur noch den drittgrößten Teilmarkt innerhalb der Stromanbieterwerbung. Die Werbeaktivitäten für konventionellen Strom sind ebenfalls gesunken, wenn auch um nur elf Prozent. Im Mediensplit liegt der Fokus auf TV-Werbung mit einem Anteil von derzeit 52 Prozent. Internetbanner- und Printwerbung hat im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.
Bei der Differenzierung nach Anbietergruppen entfallen auf Stadtwerke und kleinere Energie- beziehungsweise Stromanbieter jeweils etwa fünf Prozent des gesamten Werbevolumens. Die Stadtwerke zeigen sich hier über die untersuchten fünf Jahre als relativ stabile Anbietergruppe hinsichtlich ihrer Werbespendings. (gun)
