Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RheinEnergie AG, spricht im ZfK-Interview über die der Übernahme der AGO AG.

Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RheinEnergie AG, spricht im ZfK-Interview über die der Übernahme der AGO AG.

Bild: © RheinEnergie AG

Herr Südmeier, die RheinEnergie will durch die Übernahme der AGO AG ihre Kompetenz im Bereich Energiedienstleistungen stärken. Was erhoffen Sie sich von der Transaktion?

Tatsächlich geht es bei der Übernahme ganz wesentlich um unsere Energiedienstleistungs-Kompetenz. Wir sind seit gut 25 Jahren auf dem Feld der Energiedienstleitungen bundesweit aktiv. In einem zunehmend schwierigeren Marktumfeld mit immer anspruchsvolleren Kunden. Um dort weiterhin erfolgreich zu sein, müssen wir uns weiterentwickeln. Die Übernahme der AGO AG bot dazu eine perfekte Gelegenheit.

Das heißt genau?

Kunden erwarten heute von uns zu Recht, dass wir ihren Bedürfnissen über verschiedene Querschnittstechnologien – vom Wärme-, über den Kälte- bis hin zum Lüftungsbereich – hinweg gerecht werden. Mit der AGO haben wir unser entsprechendes Know-How komplettiert und unserer Fähigkeiten im Anlagenbau deutlich erweitert.

Zudem verfügt die AGO über große Kompetenzen bei der Entwicklung thermodynamischer Anlagen. Beispielsweise hat sie Industriewärmepumpen und Absorptionskältemaschinen entwickelt, die ein enormes Potential für heutige und zukünftige Anforderungen im Bereich der effizienten Energieversorgung bieten.

Welche Synergien ergeben sich durch die Übernahme?

Zunächst einmal war uns ist es unssehr wichtig, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. Das setzt voraus, dass beide Partner etwas hinzugewinnen. Und das ist der Fall. Bislang hatte die AGO ihren Schwerpunkt vor allem im Anlagenbau, wir im Contracting. Zusammen decken wir beide Bereiche sehr kompetent ab.

Welche neuen strategischen Optionen wollen Sie sich mit der Übernahme erschließen?

Gemeinsam können wir objektnahe Versorgungslösungen nun sowohl im Contracting als auch im Anlagenbau anbieten. Das gilt insbesondere für unsere sehr erfolgreichen Konzepte rund um die ganzheitliche Quartiersentwicklung, die wir ja auch für Dritte anbieten. Dabei ergänzen sich unser beider Stärken hervorragend – und zwar über die gesamte Prozesskette: von der Energielieferung über die Planung und Umsetzung von Anlagen bis zu deren Betrieb – inklusive sämtlicher Serviceleistungen für unsere Kunden.

Gerade im Servicebereich werden wir zusammen mit der AGO noch schlagkräftiger. Großes Potenzial sehe ich außerdem im Bereich der Lüftungs- und Klimatechnik.

Sehen Sie durch die rechtlichen Rahmenbedingungen (Kohleausstiegsgesetz / KWK-Gesetz-Novelle) eher Hemmnisse oder Potenziale, um künftig die Beratungsdienstleistungen und die Anlagenplanung bis hin zu Contracting-Lösungen auszuschöpfen?

Grundsätzlich bieten neue Marktbedingungen im Allgemeinen und die seit Jahren tiefgreifenden Veränderungen unserer Branche im Besonderen zahlreiche Möglichkeiten. Wie eingangs erwähnt, ist es dabei entscheidend, nicht im Bewährten zu verharren, sondern sich weiterzuentwickeln, Chancen zu nutzen.

Die AGO-Übernahme hat uns einen großen Schritt vorangebracht und versetzt uns in die Lage, als Lösungsanbieter mit neuen Technologien, Services und Dienstleistungen im Markt zu punkten.

Die Fragen stellte Adrian Gun.

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