Alexander-Florian Bürkle, der Geschäftsführer des Stadtwerks am See, sieht das Unternehmen gut auf Kurs.

Alexander-Florian Bürkle, der Geschäftsführer des Stadtwerks am See, sieht das Unternehmen gut auf Kurs.

Bild: © Stadtwerk am See

Das Stadtwerk am See mit Sitz in Überlingen (Baden-Württemberg) hat im Geschäftsjahr 2018 weniger verdient als im Vorjahr: Das vorläufige Jahresergebnis fällt mit 8,7 Mio. Euro aber immer noch deutlich besser aus als erwartet. Ursprünglich war ein Überschuss von 8,4 Mio. Euro eingeplant worden, im Geschäftsjahr 2017 lag der Jahresgewinn noch bei 9,6 Mio. Euro. Die vorläufigen Umsatzzahlen für 2018 liegen bei 179,8 Mio. Euro (Vorjahr: 171,7 Mio. Euro). Während der Stromabsatz von 508 auf 534 GWh gesteigert werden konnte, sank der Gasabsatz leicht auf 930 GWh (Vorjahr: 941 GWh). "Unser Geschäft verändert sich, der reine Verkauf von Strom und Gas verliert an Bedeutung", fasst Alexaner-Florian Bürkle, der Geschäftsführer des Stadtwerks am See zusammen.

Das kommunale Unternehmen stelle sich neu auf zu "einem Rundum-Dienstleister in Sachen Energie, Telekommunikation und Mobilität". Im E-Mobilitätsbereich ist das Unternehmen hier bereits sehr weit und verkauft unter anderem ganzheitliche E-Mobilitätslösungen, betreibt E-Ladeinfrastruktur für die Industrie und berät Kommunen mit Blick auf E-Mobilitätskonzepte. Rund 30 neue Ladepunkte hat das Stadtwerk am See im vergangenen Jahr gebaut. Künftig soll auch eine Mobilitätskarte zum Bezahlen in Parkhäusern, Bussen, Bahnen und Schiffen entwickelt werden.

Mehr Kombiprodukte im TK-Bereich

Ausbauen will Bürkle auch die Rundum-Dienstleistungen im Telekommunikationsbereich und für die Wohnungswirtschaft. Die Stadtwerke-Tochter TeleData betreibt mittlerweile ein 570 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region. In den vergangenen Jahren wurden die Orte Frickingen und Heiligenberg ans Erdgas- und Glasfasernetz angeschlossen. Hier wollen das Stadtwerk und TeleData noch mehr günstige Kombiprodukte entwickeln. Für die Wohnungswirtschaft bietet der Kommunalversorger bereits die Nebenkostenabrechnung an, weitere Lösungen sind in der Planung. (hoe)

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