Erfolge im Energiegeschäft und ein höherer Umschlag im Rheinhafen haben den Stadtwerken Andernach im vergangenen Jahr ein Ergebnis über Plan ermöglicht. Das Ergebnis nach Steuern betrug 825.000 Euro, das sind 200000 Euro mehr als ursprünglich erwartet.
Erfolge im Strom- und Gasvertrieb
Profitiert hat das Unternehmen dabei von einem deutlich höheren Strom- und Gasabsatz. Die Stadtwerke belieferten in 2019 mehr als 10.000 Lieferstellen mit BäckerjungenStrom oder BäckerjungenGas. Stromseitig wurden knapp 31 Mio. kWh verkauft, gasseitig 86 Mio. kWh. Gegenüber 2018 wurden damit die Vertriebsmengen um mehr als 20 Prozent gesteigert. Das Betriebsergebnis der Tochtergesellschaft Stadtwerke Andernach Energie GmbH lag mit rund 1,22 Mio. Euro ebenfalls über Plan.
Pachtmodell für PV-Anlage
Die Stadtwerke sind nach eigenen Angaben mit der Entwicklung im Energievertrieb sehr zufrieden und wollen mit weiteren Angeboten rund um das Thema Energieberatung, erneuerbare Energien und Elektromobilität ihren Kunden einen Mehrwert bieten. So hat das Unternehmen seit 2019 mit Kooperationspartnern ein Pachtmodell für eine PV-Anlage für Einfamilienhäuser im Angebot. Im Frühjahr 2020 wurde die Kooperation mit Schornsteinfegermeistern bei Energieausweisen um eine allgemeine und anlassbezogene Energieberatung ergänzt.
Contractingprodukt im Bereich E-Mobilität
Im Bereich Elektromobilität bieten die Stadtwerke Unternehmen ein Contracting-Produkt und beratende Begleitung an. Ab sofort gibt es in diesem Bereich ein weiteres Produktangebot für Privatkunden: wer ein Elektroauto besitzt kann einen vergünstigten Stromtarif für den gesamten Haushaltsstrom erhalten.
Höhere Umsätze im Rheinhafen
Der operativ größte Betriebszweig der Stadtwerke, der Rheinhafen, erholte sich im Geschäftsjahr vom Rückgang der Gütermenge des Vorjahres und konnte einen Jahresmenge von rund drei Mio. t verzeichnen. Die Umsatzerlöse des Hafens stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 800.000 auf circa 7,8 Mio. Euro. Im Gegensatz zum Vorjahr waren 2019 keine wesentlichen Niedrig- und Hochwasserphasen zu verzeichnen.
Die Stadtwerke investierten im Berichtsjahr etwa 5,8 Mio. Euro. Der Fokus lag hier auf der Infrastruktur im Energiebereich, insbesondere den Netzen der Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie dem Rheinhafen.
Gewinn verbleibt bei Stadtwerken
Die Stadt als Gesellschafter profitiert von ihren Tochterunternehmen auch durch die Konzessionsabgaben für den Betrieb der Strom- und Gasversorgungsnetze von insgesamt circa 1,1 Mio. Euro. Der Gewinn der Stadtwerke verbleibt nach Beschluss der Gesellschafterversammlung zu großen Teilen im Unternehmen, um die eigene Finanzkraft für anstehende Investitionen zu verbessern. Ein Betrag von 200.000 Euro netto wird an die Stadt Andernach ausgeschüttet.
Corona-Folgen schwer abschätzbar
Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2020 bezeichnen die Stadtwerke-Geschäftsfüher Jan Deuster und Lars Höring unter den gegebenen Corona-Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. Das Hallenbad, die Parkhäuser und der ÖPNV waren zeitweise sehr stark von den Auswirkungen der Einschränkungen durch die Pandemie betroffen. Eine genaue Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen lasse sich aber schwer vorhersagen. (hoe)
