Rainer Kübler ist Geschäftsführer der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen.

Rainer Kübler ist Geschäftsführer der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen.

Bild: © Stadtwerke Bietigheim-Bissingen

Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) haben im vergangenen Jahr einen Gewinn von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: rund 3,8 Mio. Euro) erwirtschaftet, dieser wird komplett an die Städtische Holding als Alleineigentümerin abgeführt. Das Ergebnis fällt damit zwar geringer als im Vorjahr aus, liegt aber dennoch deutlich über Plan. Der Umsatz inklusive Energiesteuer konnte auf rund 114,1 Mio. Euro (Vorjahr: 111,8 Mio. Euro)  gesteigert werden. Maßgeblichen Anteil an dem Ergebnis haben Zuwächse beim Strom- und Gasverkauf. Besonders außerhalb des Netzgebietes konnten die Absatzmengen gesteigert werden, in erster Linie ist das auf eine verstärkte Nachfrage aus dem Geschäftskundenbereich zurückzuführen. Beim Gesamtstromverkauf resultierte ein Plus von 8,2 Prozent auf rund 288 Mio. kWh, der Gasabsatz legte um 7,6 Prozent zu auf 583 Mio. kWh. Der Wasserverkauf blieb mit 2,84 Mio. cbm nahezu konstant, der Fernwärmeverkauf ging witterungsbedingt um 4,8 Prozent auf 54,7 Mio. kWh zurück.

Fernwärme als wichtige Erlösquelle

Geschäftsführer Rainer Kübler führt das gute Ergebnis auf das integrierte Geschäftsmodell der Stadtwerk zurück. Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass dieses Modell sehr robust und stabil sei. "Nicht die Spezialisierung auf Erzeugung oder Vertrieb bringt diese Stabilität, sondern die zwar anstrengende, aber vom Kunden geschäftzte Rundumversorgung mit Strom, Gas, Wärme, Wasser verbunden mit zuverlässiger Infrastruktur und gutem Kundenservice vor Ort", heißt es im Geschäftsbericht. Zu einer wichtigen Ertragsquellen hat sich laut dem Unternehmen die Fernwärme entwickelt, im vergangenen Jahr wurden in SWBB-Anlagen insgesamt rund 76 Mio. kWh an Wärme mittles Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, das Querverbundunternehmen betreibt zwei getrennte Fernwärmenetze. Mittlerweile stammen 40 Prozent des Brennstoffs zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen, vorwiegend Biomethan, Biogas und Holz.

Dienstleistungen für Kommunen als Wachstumsfeld

Ein wachsendes Geschäftsfeld sind zudem die Dienstleistungen für Kommunen in der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung. Diese sollen ausgebaut und ergänzt werden durch technische Beratung, Betreuung von Straßenbeleuchtung sowie Energiemanagement. Positiv entwickelt hat sich im ersten Jahr seines Bestehens auch der neue Geschäftsbereich Energiedienstleistungen (EDL) mit einem Umsatz von 237000 Euro. Mit dem Ergebnis konnten die Kosten des neue eingestellten Energieberaters bereits im ersten Jahr erwirtschaftet werden. Das Geschäftsfeld EDL bündelt alle neuen Dienstleistungsthemen, von der Energieberatung und der Thermografie bis hin zur Fotovoltaik und der Elektromobilität. Die SWBB betreiben mittlerweile eine Ladesäule und eine Schnellladesäule im Stadtgebiet, weitere Ladestationen in städtischen Parkhäusern sind in Planung.

Ebenfalls neu für die Stadtwerke ist das Geschäftsfeld der Breitband-Versorgung. In zahlreichen Gewerbegebieten sind die Vorbereitungen für das schnelle Netz bereits abgeschlossen. Eine zentrale Station für die Kommunikationsnetze ist bei den Stadtwerken eingerichtet worden. Die SWBB kooperieren beim Glasfaserausbau mit der NetCom BW., (hoe)









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