Effizienter dank KWK: Kraftwerk in Flensburg

Effizienter dank KWK: Kraftwerk in Flensburg

Bild: © Stadtwerke Flensburg

Die Stadtwerke Flensburg haben das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss nach Steuern (EAT) von 15,1 Mio. Euro abgeschlossen. Damit verdoppelten sie ihr Ergebnis, welche im Vorjahr bei 7,9 Mio. Euro lag. Der Umsatz kletterte von 433 auf 442 Mio. Euro, wie die Stadtwerke mitteilten. Wesentliche Treiber für das Ergebnis waren das externe Vertriebsgeschäft mit Strom und Erdgas. Hinzukommt die unterjährige Preisentwicklung beim Erdgas, welches mittlerweile der Hauptbrennstoff der Stadtwerke zum Erzeugen von Wärme und Strom geworden ist.

Im Jahr 2019 produzierte die erdgasbetriebene Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD) Kessel 12 über vier Monate Flensburgs Strom und Wärme im Alleingang. Die Kohlekessel waren in diesem Zeitraum nicht in Betrieb. Mit dem Neubau der zweiten GuD-Anlage Kessel 13, die 2022/23 in Betrieb geht, wird der Kohleausstieg fortgesetzt. Die Stadtwerke haben dann vier von fünf Kohlekessel durch erdgasbetriebene Anlagen ersetzt und produzieren mehr als 80 Prozent ihrer Energie mit umweltschonenderem Erdgas.

Strom: Flensburgs Verbrauch sinkt

Die Strom-Absatzmenge ging mit 1405 Gigawattstunden (GWh) um 88,3 GWh bzw. rund sechs Prozent verglichen zum Vorjahr zurück. Das resultierte vorrangig aus dem Privatkundengeschäft in den ersten Monaten des Jahres. Allerdings gab es im letzten Quartal 2019 eine deutliche Trendwende: Im November und Dezember konnten die Stadtwerke mit jeweils rund 11.000 Neukunden die stärksten Kundenzuwächse überhaupt verbuchen. Am Jahresende lag die Kundenzahl mit rund 231.000 Kunden über dem Vorjahr.

Hervor sticht auch, dass der Stromabsatz in der Stadt in den letzten zehn Jahren von 436 auf 374 GWh um 14 Prozent zurückging. Verantwortlich ist ein deutlich geringerer Absatz an Gewerbe- und Industriekunden. Hier spiegelt sich die Schließung vieler Flensburger Betriebe auch im Stromverbrauch wider. Diese Entwicklung belegt, dass das Geschäft außerhalb der Region für die Stadtwerke eine sehr hohe Bedeutung einnimmt. Wachstum und die für die Investitionen erforderlichen Ergebnisbeiträge sind nur hier möglich.

Erdgas – wächst und wächst

Der Absatz im Erdgasvertrieb stieg um 34 Prozent auf 538 GWh, die Kundenzahl von 22.000 auf rund 35.500. Auch hier war das Kundenwachstum in den letzten Monaten des Jahres am höchsten. Insgesamt nimmt die Bedeutung des Erdgas-Angebots stetig zu. Der Umsatz mit Erdgas liegt inzwischen bei gut einem Drittel des Flensburger-Wärme Umsatzes.

Seit 2016 bauen die Stadtwerke Flensburg, Glücksburg und Harrislee flächendeckend Stadtteil für Stadtteil mit schneller Glasfaser aus. Knapp die Hälfte der 41 Ausbaugebiete ist im Bau bzw. in Betrieb. Fast 6000 Kunden surfen bereits mit der konsequent schnellen Glasfaser.

Wärmeabsatz auf Vorjahresniveau

Der Wärmeabsatz lag mit 961 GWh auf Vorjahresniveau. Haupteinflussgröße ist nach wie vor die Jahrestemperatur. Die Anzahl der an die Wärmeversorgung angeschlossenen Häuser hat sich von 18.644 auf 19.000 leicht erhöht. Beim Trinkwasser bewegt sich seit Jahren wenig. Der Absatz lag mit 4,86 Mio. m³ um 1,4 Prozent unter dem Vorjahr, in dem es einen recht warmen Sommer mit leicht erhöhten Verbräuchen gab. (gun)

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