Bis 2035 will die Stadt Fürstenfeldbruck in Bayern CO2-Neutralität erreichen: Eine Schlüsselrolle dabei spielen die örtlichen Stadtwerke. Mit den bestehenden Erzeugungsanlagen in der Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik decken sie laut dem aktuellen Geschäftsbericht mittlerweile rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in ihrem Versorgungsgebiet aus erneuerbaren Energien ab.
Seien es die Photovoltaikanlagen auf der Freifläche in Kottgeisering, die annähernd 3.000 Photovoltaikanlagen auf den Dächern oder zwei Windräder. Weitere Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien und die Pandemie bestimmten auch das Geschäftsjahr 2020. Obwohl sich die Besucherzahlen im Bäderbereich (AmperOase) coronabedingt mehr als halbiert haben, konnten die zu 100 Prozent kommunalen Stadtwerke Fürstenfeldbruck ihren Jahresüberschuss sogar auf 2,389 Mio. Euro (2019: 2,012 Mio. Euro) steigern.
Neue Produkte rund um die E-Mobilität
Während der Stromabsatz leicht zurückging, bewegten sich Wasser- und Fernwärmeabsatz annähernd auf dem Niveau von 2019. „Angesichts dieser Umstände haben sich die Stadtwerke wirtschaftlich gut behauptet“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt, der den Kommunalversorger seit Januar vergangenen Jahres führt.
Unter seiner Leitung wurde im vergangenen Jahr auch die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots im Bereich Elektromobilität angestoßen. Unter anderem wurde "FFBLadestrom" mit 100 Prozent Ökostrom eingeführt sowie acht neue Ladepunkte installiert und weitere 20 für E-Bikes und Pedelecs.
Auch im laufenden Jahr liegt ein zentraler Fokus des Unternehmens auf dem Erneuerbaren-Ausbau. Entsprechende Projekte wurden bereits auf den Weg gebracht respektive seien in der Planung, heißt es. Im Bereich der Photovoltaik gehörten dazu der Ausbau von Freiflächenanlagen und Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Privathaushalten sowie Gewerbe- und Industriebetrieben. In der unmittelbaren Region gebe es zudem auch vielversprechende Standorte für zusätzliche Windkraft-Anlagen. Um diese realisieren zu können, müsse jedoch erst der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen ändern. (hoe)
