Stabile Ausschüttungen der Beteiligungen in einer eigentlich schwierigen Zeit und dazu ein größerer positiver Einmaleffekt: Das vergangene Geschäftsjahr ist für die Thüga gut gelaufen. Der Umsatz wuchs, der Gewinn kletterte noch deutlicher und lag weit oberhalb der Planungen – eigentlich hatte die Münchner Stadtwerkeholding einen Rückgang prognostiziert.
Hinzu kommt, dass die Zeichen laut Management auf Wachstum stehen: Vor allem das im vergangenen Jahr an Land gezogene Paket von 24,8 Prozent an der Braunschweiger BS Energy sowie Fusionen im Thüga-Netzwerk und neue Beteiligungen und nicht zuletzt das schon weitgehend umgesetzte Zukunftsprogramm "Thüga 2022" lassen auf neue Potenziale etwa im Bereich Digitalisierung hoffen. Dennoch wachsen die Bäume möglicherweise nicht in den Himmel: Für das laufende Geschäftsjahr kalkuliert Thüga – wie eigentlich schon in diesem Jahr – einen Rückgang der Zahlen ein.
Stabile Ergebnisse der meisten Beteiligungen
Entsprechend optimistisch, aber differenziert, zieht Vorstandsvorsitzender Michael Riechel seine Bilanz. "Mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte und Respekt vor den kommenden Herausforderungen blicken wir auf das vergangene erfolgreiche Geschäftsjahr zurück". Das Gros der rund 100 kommunalen und regionalen Versorgungsunternehmen der Thüga-Gruppe habe trotz herausfordernder Rahmenbedingungen stabile Ergebnisse erwirtschaften und die Ausschüttungen stabil halten können.
Die Erlöse erhöhten sich um 4,2 Prozent auf 4,02 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um rund 30 Prozent auf 472,2 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn lag bei 301,7 Mio. Euro, wobei der Anstieg im Wesentlichen auf positive Einmaleffekte zurückzuführen sei – konkret ist es die Auflösung einer Rückstellung für einen Rechtsstreit bei einem Beteiligungsunternehmen. Aus dem Bilanzgewinn schüttet die Thüga Holding wie im vergangenen Jahr eine Bardividende in Höhe von 26,26 je Stückaktie aus. (wa)
