Bodo Drescher ist einer der Gründungsgesellschafter und ehemaliger Geschäftsführer des Erneuerbaren-Direktvermarkters Energy2Market (E2M) aus Leipzig.

Bodo Drescher ist einer der Gründungsgesellschafter und ehemaliger Geschäftsführer des Erneuerbaren-Direktvermarkters Energy2Market (E2M) aus Leipzig.

Bild: © E2M

Der internationale Energiehändler Trailstone verstärkt seine Investition in den Leipziger Erneuerbaren-Direktvermarkter Energy2Market (E2M) und baut damit seinen Minderheitsanteil auf fast 55 Prozent aus. Das geht aus einer Pressemitteilung von E2M vom Mittwoch hervor.

E2M gehört zu den größten zehn deutschen Direktvermarktern von Energie und Flexibilität aus dezentralen technischen Einheiten. Sie sind über ein eigenentwickeltes virtuelles Kraftwerk gebündelt. Laut der jährlichen Umfrage der ZfK hatte E2M zum Jahresanfang ein Portfolio von 3537 MW. Ein Jahr zuvor waren es 6 MW mehr (siehe gedruckte ZfK-Märzausgabe, Seite 4, nur im Abo erhältlich). Mit gut 1700 MW macht die Biomasse unter den Technologien den größten Anteil aus.

Auch größter Pool im Regelenergiemarkt

E2M bezeichnet sich auch als:

  • größten Direktvermarkter von Strom aus deutschen Biogasanlagen,
  • einen der größten Aggregatoren für Erneuerbare in Europa und
  • größten Pool-Anbieter von Regelenergie zur Ausregelung des Stromnetzes in Deutschland. Sein Virtuelles Kraftwerk bündelt, überwacht, steuert und vermarktet über 4500 grüne Stromerzeuger, Stromspeicher und Verbraucher.

Der Trailstone-Konzern ist ein junger physischer und finanzieller Öl-, Gas- und Stromhändler in zwölf europäischen Ländern und Nordamerika. Er organisiert nicht zuletzt den Export von Gas vom Westen aus in die Ukraine. Die Gründung von 2013 gehört der US-Private-Equity-Firma Riverstone. An E2M ist die Trailstone GmbH, die ebenfalls in Leipzig sitzt, seit 2015 beteiligt. Finanzielle Details zu dem verstärkten Engagement in E2M wurden nicht genannt.

"Wir bleiben gründergeführt"

E2M betont, dass ihre Strategie in den Händen der Gründer bleibt: "Auch zukünftig werden die Gründer den Kurs der Gesellschaft mitbestimmen", so lässt sich Mitgründer Bodo Drescher zitieren. Er und die anderen Gründer behalten eine Sperrminorität, juristisch korrekt eine "qualifizierte Minderheit": "Alle Entscheidungen können somit nur mit unserer Zustimmung getroffen werden."

Warum dann die Mehrheitsübernahme, wenn Trailstone nichts gegen den Willen der Gründer gestalten kann? Pressesprecher Michael Richter erläutert der ZfK, der Investor glaube an das profitable Wachstum und die Internationalisierung von E2M und finanziere sie. (geo)

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