Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerkekooperation Trianel in Aachen.

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerkekooperation Trianel in Aachen.

Bild: © Trianel

Es geht vor allem um Kohleswaps und Absicherungsgeschäfte im Rahmen des CO2-Emissionshandels. Diese Dienstleistungen hat die Stadtwerkekooperation Trianel für ihre Kraftwerkskunden bisher über die 2004 gegründete Tochter Trianel Financial Services abgewickelt. Grundlage dafür war eine Lizenz zur Erbringung der Finanzdienstleistungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin). Im Zuge der Restrukturierung gibt Trianel die Banklizenz nun zurück, gleichzeitig wurde die Trianel Financial Services mit der Muttergesellschaft Trianel fusioniert.

Hintergrund ist vor allem der deutlich gestiegene regulatorische Aufwand für die Erbringung von Finanzdienstleistungen. "Mit der Überführung der Dienstleistungen auf die Trianel GmbH können wir unseren Kunden deutlich einfacher und effizienter Finanzdienstleistungen für den Kraftwerksbetrieb ermöglichen", erklärt Oliver Runte, Geschäftsführer der Trianel GmbH.

Wirtschaftlich, einfacher und effektiver

Der Entschluss, die entsprechenden Dienstleistungen in die Trianel GmbH zu überführen und dort "in an den Markt angepasster Form" anzubieten, hat Trianel nach eigenen Angaben bereits vor über einem Jahr getroffen. Die energiewirtschaftliche Notwendigkeit für den lizenzpflichtigen Einsatz von Finanzprodukten sei wegen des hohen regulatorischen Aufwandes daher nicht mehr zeitgemäß. "Die wachsenden regulatorischen Vorgaben für Handelsgeschäfte machen die Abwicklung von einzelnen Finanzprodukten mit einer Lizenz nach dem Kreditwesengesetz zunehmend unwirtschaftlich und sind deutlich einfacher und effektiver als lizenzfreie Dienstleistungen abzuwickeln", erklärte der Sprecher der Trianel-Geschäftsführung Sven Becker. Der Umfang der angebotenen Absicherungsinstrumente hat sich durch die Fusion hingegen nicht verändert.

Die Trianel GmbH übernimmt als Rechtsnachfolgerin der Trianel Finanzdienste sämtliche Vereinbarungen. "Die Vertragsumstellungen haben wir, sofern notwendig, in den letzten Monaten gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreich umgesetzt und arbeiten nun auf der neuen Basis weiter", ergänzt Oliver Runte. Die Trianel Finanzdienste hätten zu keinem Zeitpunkt eigene Mitarbeiter beschäftigt. Die Dienstleistungen wurden und werden weiterhin von Mitarbeitern der Trianel GmbH erbracht. Die Fusion ist laut Runte ein weiterer Meilenstein im Rahmen der Neuaufstellung des Kerngeschäfts der Trianel. Die Maßnahme ist Teil des Restrukturierungsprogramms der Stadtwerkekooperation, mit diesem sollen bis Ende des Jahres dauerhaft 7,5 Mio. Euro eingespart werden. Bis Mitte des Jahres hatte das Unternehmen bereits 80 Prozent der notwendigen Einsparungen realisiert. (hoe)



 



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