Hier arbeiten die Mitarbeiter der Technischen Werke Ludwigshafen: das Verwaltungsgebäude in der Industriestraße.

Hier arbeiten die Mitarbeiter der Technischen Werke Ludwigshafen: das Verwaltungsgebäude in der Industriestraße.

Bild: © TWL

Erstmals in der Geschichte des Unternehmens erreichen die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) mit 503,8 Mio. Euro einen Umsatz von über einer halben Milliarde Euro. Damit stieg der Umsatz um 91,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahresrekord. Das EBIT kletterte um 7,2 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss des Konzerns stieg von 5,7 Mio. auf 9,7 Mio. Euro (2019). Zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 48,5 Mio. Euro betrug der Bilanzgewinn 60,8 Mio. Euro. Die Bilanzsumme entwickelte sich erneut positiv, nämlich um 32,8 Mio. Euro auf 448,1 Mio. Euro.

Corona: Gebremstes Wachstum

Seit Mitte 2018 wurden die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) AG mit Fokus auf das Kerngeschäft und erweiterte Kerngeschäft neu ausgerichtet. In den Zahlen sehen sie die Bestätigung ihrer Strategie, betonten sie auf der Bilanzpressekonferenz.

Für das aktuelle Jahr 2020 sehen die Prognosen weniger positiv aus. Dies ist einerseits bedingt durch die sich bereits seit Wochen abzeichnende Abnahme der Absätze im Bereich Geschäftskunden. Grund hierfür sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie, beispielsweise durch die zeitweise Schließung von Geschäften.

Investitionen in Cybersicherheit werden erhöht

Andererseits plant das Unternehmen eine deutliche Erhöhung der Investitionen in die IT-Struktur und IT-Sicherheit in Millionenhöhe als Reaktion auf den erfolgreichen Hackerangriff im Frühjahr dieses Jahres. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich auf 28,2 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag dabei noch vor allem auf dem Netzbetrieb.

"Wir haben Anfang des Jahres mit einem Ergebnis in Höhe von rund 4,8 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2020 geplant, da wir keine signifikanten positiven Sondereffekte für dieses Jahr erwarten", so Dieter Feid, Kaufmännischer Vorstand von TWL. Welche Auswirkungen insbesondere die wirtschaftlichen Effekte bis zum Jahresende noch haben werden, ließe sich derzeit aber noch nicht abschätzen. Die TWL AG rechnet jedoch bereits heute mit einem Jahresergebnis, das deutlich unter Plan liegen wird.

Geschäftskunden sorgen für starkes Plus

Als die wichtigsten Gründe für den gestiegen Umsatz führt die TWL die Sparten Strom und Gas an. Der Absatz an Privat- und Gewerbekunden stieg sowohl in den Sparten Strom (+2,3 Prozent), Gas (+14,5 Prozent) als auch Wärme (+3,3 Prozent) und Trinkwasser (+sechs Prozent) leicht an.

Obwohl das Jahr 2019 überdurchschnittlich warm war. Bei den Geschäftskunden kletterte der Stromabsatz um 21,5 Prozent auf rund 1.213 Mio. kWh im Jahr 2019. Auch der Gasabsatz wuchs sich bei diesem Kundenstamm. Er steigerte sich um 34,5 Prozent auf rund 1,180 Mio. kWh.

So gliedern sich die Erlöse auf

Vor allem die Umsatzerlöse in der Stromsparte trugen ihren Teil bei. Über alle Kundensegmente hinweg legten sie um fast 50 Mio. Euro auf 256,5 Mio. Euro zu. In der Gassparte kletterten die Erlöse von 52 Mio. Euro auf 63,3 Mio. Euro.

Ein starkes Plus, rund 25 Prozent zum Vorjahr, verzeichneten die sonstigen Erlöse. Sie stiegen von knapp 100 Mio. Euro auf 124,5 Mio. Euro. Grund hierfür ist die Beschaffung von Energie für verbundene Unternehmen im Großhandelsgeschäft. Die übrigen Erlöse verteilen sich unter anderem noch auf die Bereiche Verpachtung und Contracting.  (gun)

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