Im Falle eines Notfalles sollten Rettungskräfte so schnell wie möglich am Einsatzort sein.

Im Falle eines Notfalles sollten Rettungskräfte so schnell wie möglich am Einsatzort sein.

Bild: © Paulwip/pixelio.de

Eine relative oder absolute Mehrheit der deutschen Haushaltsvorstände kennt Assistance-Dienstleistungen nicht – wie etwa Haus- oder Wohnungsschutzbriefe. Aber wenn man ihnen die Produkte kurz erklärt, wären immerhin 30 Prozent bereit, dafür monatlich über die Stromrechnung etwas mehr zu zahlen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die Yougov im Auftrag von Axa Partners mit gut 1000 Deutschen durchgeführt hat. Sie liegen der ZfK exklusiv vor.

Demnach hält jeder Dritte einen vom Stromversorger angebotenen Reparaturservice für alle Elektrogeräte und E-Bikes im Haushalt für "nützlich" für sich. 29 Prozent sagten dies über Garantieverlängerungen. Jeder zweite Befragte hält eine Monatsprämie von einem bis fünf Euro bei längeren Garantien für elektrische Fahrräder und andere Verbraucher für "fair". 17 Prozent sagen das sogar noch bei mehr als zehn Euro.

Bestseller Reparaturservice

Bei allen abgefragten Produkten sind die Quoten von Verbrauchern, die sie nicht nur für allgemein "nützlich", sondern für sich selbst für "relevant" halten, deutlich niedriger. Der Reparaturservice als Spitzenreiter kommt dann nur noch auf 17 Prozent. Allerdings ist die Bereitschaft, dafür Geld hinzulegen, dann fast gleich groß.

Nichtmonetäre Dienstleistungen für Alltag oder Notfall

"Assistance ist noch unter dem Radar", schreibt Guido Dust. Er ist bei Axa Partners verantwortlich für das White-Label-Geschäft mit Energie- und sonstigen Versorgungsunternehmen. "Die jeweiligen Produkte sind jedoch leicht verständlich und stoßen auf großes Interesse bei Endverbrauchern."

Axa Partners ist ein großer Zweig des Axa-Versicherungskonzerns, der sich mit Produkten und Versicherungen zur Absicherung von Lebensstilen und dinglichem Vermögen beschäftigt. Das Unternehmen definiert "Assistance" allgemein als Dienstleistungen für den Alltag oder den Notfall, die keine Geldtransfers sind und damit auch keine Versicherungen. Weitere Beispiele sind:

  • Schutzpakete gegen Cyber-Angriffe,
  • technische und menschliche Hilfe für Selbstständigkeit im Alter und Hausnotruf (Assisted Ambient Living, AAL),
  • Hypotheken-Ratenschutz,
  • Mobilitätsgarantien für mechanische und elektrische Fahrräder,
  • digitale Congierge-Services oder
  • Smart-Home-Notfalldienstleistungen.

Auch viele Junge lehnen Smart Home ab

Dagegen ist die Skepsis der Befragten gegenüber dem vernetzten Heim (Connected Living) groß: 57 Prozent lehnen solche Produkte rundweg ab. Bei den bis zu 24-Jährigen sind es immer noch 42 Prozent Ablehnung. Insgesamt äußern sich nur 38 Prozent "interessiert" an Smart Home, haben aber noch nichts dergleichen erworben. Nur zwei Prozent haben das in den nächsten sechs Monaten vor, und das beim aktuellen Weihnachtsgeschäft.

Jeder Zweite äußert Bedenken, ob bei Smart Home Daten und Privatsphäre geschützt bleiben und dass es zu teuer ist. 44 Prozent fürchten, dass gerade die Heimautomatisierung ihre Sicherheit schmälert. Nur jeder Vierte sieht einen Sicherheitsgewinn, etwa gegen Einbrüche. Bei 28 Prozent ist die Bequemlichkeit der größte Vorteil des vernetzten Heims. Nur bei 21 Prozent - das wird durch frühere Erhebungen gestützt - spielt die höhere Energieeffizienz eine Rolle. (geo)

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