Deutschlands größter Gasimporteur Uniper blieb auch im ersten Quartal 2023 in der Handelssparte im roten Bereich. Das entsprechende Segment verzeichnete ein Minus von 291 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust sogar 618 Mio. Euro betragen.
Das Gasgeschäft sei weiterhin von den außergewöhnlichen Preisentwicklungen der Vorjahre beeinflusst, teilte der Konzern mit. Im aktuellen Marktumfeld gebe es jedoch keine zusätzliche Belastung im Zusammenhang mit den Kosten für die Gasersatzbeschaffung. Daher benötige das Unternehmen zurzeit kein weiteres Eigenkapital des Bundes.
Gewinn bei Erzeugung und Stromhandel
Russlands Staatsriese Gazprom hatte im Laufe des vergangenen Jahres seine Gaslieferungen an Uniper schrittweise gedrosselt und schließlich ganz eingestellt. In Summe häuften sich Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung von 13,2 Mrd. Euro an. Dies führte am Ende auch zum Einstieg des Bundes, der nun 99 Prozent der Unternehmensanteile hält.
Insgesamt erzielte Uniper im ersten Quartal dieses Jahres ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 749 Mio. Euro. Dieser Wert lag deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (451 Mio. Euro). Positive Erträge warfen der Geschäftsbereich Stromhandel und insbesondere das Segment europäische Erzeugung ab. (aba)
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