"Wir treffen diese Entscheidungen mit allem gebotenen Respekt vor der Leistung der betroffenen Mitarbeitenden und in dem Bewusstsein, dass sie mit weitreichenden individuellen Konsequenzen und persönlichen Veränderungen einhergehen", erklärte Uniper-COO David Bryson.

"Wir treffen diese Entscheidungen mit allem gebotenen Respekt vor der Leistung der betroffenen Mitarbeitenden und in dem Bewusstsein, dass sie mit weitreichenden individuellen Konsequenzen und persönlichen Veränderungen einhergehen", erklärte Uniper-COO David Bryson.

Bild: © Uniper

Der Energiekonzern Uniper richtet sein Engineering-Geschäft neu aus. Das konventionelle Dienstleistungsgeschäft wird aufgegeben, einzelne Geschäftsaktivitäten werden veräußert. Verbunden ist dies laut Pressemitteilung mit einem erheblichen Personalabbau und weitreichenden organisatorischen Veränderungen.

Der Geschäftsbereich mit insgesamt rund 1100 Mitarbeitenden in Deutschland und Großbritannien wird seinen Fokus künftig vor allem auf Unipers eigene Anlagen sowie das Kundengeschäft in den Bereichen Wasserstoff, erneuerbare Energien, Industriekundenlösungen und Net Zero Solutions legen.

"Kein Ergebnisbeitrag und nachteilige Kostenposition"

„Trotz ständiger Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen, der Erschließung neuer Geschäftsfelder und einzelner Erfolge und Verbesserungen hat das Engineering-Geschäft bisher keinen unabhängigen finanziellen Beitrag zum Konzernergebnis leisten können“, heißt es in der Pressemitteilung von Uniper.

In Anbetracht des schwierigen Umfelds auf dem Dienstleistungsmarkt und einer nachteiligen Kostenposition habe die jüngste Überprüfung ergeben, dass ein „eigenständiges Engineering-Geschäft in der derzeitigen Aufstellung nicht in der Lage ist“, die strategischen und kommerziellen Erwartungen von Uniper zu erfüllen.

Das Dienstleistungsgeschäft für Dritte im konventionellen Sektor werde eingestellt und auf Engineering-Dienstleistungen für Betreiber kerntechnischer Anlagen als weiteres neues strategisches Geschäftsfeld beschränkt. Alle laufenden Projekte würden wie vertraglich vereinbart abgeschlossen.

COO Bryson: "Versuchen Härten möglichst zu vermeiden"

„Wir treffen diese Entscheidungen mit allem gebotenen Respekt vor der Leistung der betroffenen Mitarbeitenden und in dem Bewusstsein, dass sie mit weitreichenden individuellen Konsequenzen und persönlichen Veränderungen einhergehen“, erklärte Uniper-COO David Bryson. Der Uniper-Vorstand, und die Geschäftsführungen der betroffenen Einheiten würden in enger Zusammenarbeit mit der Mitbestimmung sicherstellen, dass ein fairer Prozess aufgesetzt werde, um „diese notwendigen Veränderungen umzusetzen und dabei Härten möglichst zu vermeiden“. Ziel sei es dabei, die Engineering-Kompetenzen von Uniper künftig zukunftssicher aufzustellen.  

Die betroffenen Mitarbeitenden sind laut Uniper am heutigen Donnerstag über die Planungsentscheidungen informiert worden. In den kommenden Monaten würden nun in enger Abstimmung mit den zuständigen Mitbestimmungsgremien die genauen organisatorischen Veränderungen und ein fairer Prozess für deren Umsetzung erarbeitet. Die nächsten Informationen über die Ergebnisse und die weiteren Schritte werden.

Die Engineering-Kompetenzen sollen sich künftig auf den Betrieb der eigenen Anlagen und die Wachstumsschwerpunkte Dekarbonisierung und grüne Kundenlösungen konzentrieren. Damit könnten die Kunden von Uniper künftig einen klaren strategischen Fokus und einen ganzheitlichen Ansatz in diesen Bereichen erwarten, heißt es weiter. (hoe)

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