Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Bild: © Matthias Balk/dpa

Die Rettung des größten deutschen Gasimporteurs Uniper könnte deutlich teurer werden. Wie das "Handelsblatt" meldet, stellt sich die Bundesregierung ein, je nach Gaspreisentwicklung einen kleinen oder mittleren zweistelligen Milliardenbetrag zusätzlich für das Unternehmen bereitzustellen. "In Summe könnte das auf Mehrkosten von zehn bis 40 Milliarden Euro hinauslaufen", wird ein Insider zitiert.

Weder das Bundeswirtschaftsministerium noch der Konzern selbst gaben am Donnerstag offizielle Stellungnahmen dazu ab.

Bund will Uniper verstaatlichen

Im September hatte sich die Bundesregierung geeinigt, eine Verstaatlichung Unipers anzustreben. Demnach soll der Bund 99 Prozent der Anteile übernehmen.

Der Staat zahle für Anteile des bislang größten Gesellschafters Fortum 480 Millionen Euro, hatte Bundeswirtschaftsminister Habeck erläutert. Zudem war eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt sollte das Rettungspaket 26,5 Mrd. Euro teuer sein, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Großzügiger Puffer

Zum damaligen Zeitpunkt konnte Uniper jedoch noch aus Geld aus der Gasbeschaffungsumlage hoffen. Diese sollte Unternehmen entlasten, die unter russischen Gaslieferkürzungen zu leiden hatten. Die Bundesregierung kippte die Gasbeschaffungsumlage allerdings wenige Tage später.

Das neue Konzept solle nun großzügige Puffer enthalten und dann auf einer Uniper-Hauptversammlung den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt werden, schreibt das "Handelsblatt". Demnach könnte eine Entscheidung noch vor Weihnachten fallen.

Uniper wichtiger Vorlieferant

Uniper ist ein wichtiger Vorlieferant für eine Reihe von Stadtwerken und andere Energieversorger sowie größter Gasspeicherbetreiber bundesweit. (aba)

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