Als mögliche neue Investoren beim Essener Energiekonzern Steag sind in den vergangenen Monaten bereits einige Unternehmen ins Spiel gebracht worden. Remondis, der tschechische Energiekonzern EPH. Mittlerweile soll auch die US-Bank JPMorgan Chase einen Einstieg bei dem Kraftwerksbetreiber prüfen. Dies berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Finanzkreise.
Die Amerikaner sollen dabei auf eine "Restrukturierung des Versorgers im Zuge des Kohleausstiegs" setzen. Auch ein Infrastrukturfonds aus Spanien soll ein Engagement bei der Steag erwägen. Die Investmentbank Macquarie soll beim Verkaufsprozess beraten. Die Steag wollte sich zu den Marktgerüchten nicht äußern. Die vermeintlichen Interessensbekundungen von potentiellen Investoren stehen in direktem Zusammenhang mit den sich immer deutlicher abzeichnenden Ausstiegsplänen von fünf der sechs Stadtwerkegesellschafter der Steag. Dabei handelt es sich um die Stadtwerke Duisburg, Essen, Bochum, Dinslaken und Oberhausen.
Statutenänderung als Türöffner
Bis auf den größten Anteilseigner Dortmund wollen offenbar sämtliche kommunalen Steaggesellschafter ihre Anteile veräußern. Einzig der größte Eigner, Dortmund mit 36 Prozent, hält an seinem Investment fest. Laut Medienberichten soll das Stadtwerkekonsortium bereits eine Ausschreibung für den für den Verkauf ihrer Anteile vorbereiten. Den Weg für eine Veräußerung frei gemacht, hatte eine Statutenänderung im vergangenen Jahr. Gemäß dieser ist ein Verkauf aber erst in 2020 möglich. (hoe)



