Der österreichische Energieversorger Verbund sieht sich trotz deutlich gesunkener Stromgroßhandelspreise und der realwirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gut für das Geschäftsjahr 2020 positioniert. Als Gründe führt er unter anderem seine geringe Verschuldung und seine Absicherungsstrategie für die eigene Stromproduktion an. Mit dem Verlauf des ersten Quartals zeigte sich das Unternehmen zufrieden. Das EBITDA sank leicht um 4,9 Prozent auf 331,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis reduzierte sich um 12,1 Prozent auf 156,5 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Höhere Ergebnisbeiträge aus Erneuerbaren
Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten sich die gestiegenen Terminmarktpreise 2020 für Strom, die bereits 2019 abgesichert werden konnten und die geringfügig höheren Ergebnisbeiträge aus den Segmenten Neue Erneuerbare und Absatz aus. Negativ wurde die Ergebnisentwicklung von der geringeren Wasserführung beeinflusst. Zusätzlich negativ schlugen die Auswirkungen der gesunkenen Spotmarktpreise für Strom sowie die gesunkenen Ergebnisbeiträge aus dem Segment Netz zu Buche. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft in den restlichen Quartalen des Jahres wird für das Geschäftsjahr 2020 ein EBITDA zwischen rund 1090 und 1250 Mio. Euro und ein Konzernergebnis zwischen rund 470 und 560 Mio. Euro erwartet. Mitte März bei der Vorstellung der Jahreszahlen für 2019 hatte der Versorger noch ein EBITDA zwischen rund 1,15 Mrd. und rund 1,34 Mrd. Euro prognostiziert und ein Konzernergebnis zwischen rund 510 Mio. und rund 630 Mio. Euro. (hoe)



