Die Hauptverwaltung der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig.

Die Hauptverwaltung der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig.

Bild: © VNG

Der Vorstand der Verbundnetz Gas AG, Leipzig, sieht sich erfolgreich auf der erste Etappe des Konzernumbaus. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 104 Mio. Euro, nach 84 Mio. im Vorjahr  - und einem deutlichen Verlust 2015. Der Umsatz machte getrieben vor allem durch Handelsgeschäfte einen Sprung auf 10,3 Mrd. Euro (7,2 Mrd. 2016). Der Gasabsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr europaweit auf 533 Mrd. kWh (362 Mrd.), beeinflusst allerdings vor allem durch Trading und Eigenhandelsgeschäfte. An Weiterverteilungskunden, zu denen vor allem Stadtwerke und Regionalversorger gehören, wurden mit 119,8 Mrd kWh knapp acht Mrd mehr als im Vorjahr geliefert.

Leichte Steigerung im Endkundengeschäft

Schlechter lief es im Kraftwerksgeschäft, wo der Absatz um zehn auf nur noch 33,3 Mrd. kWh zurückging – obwohl der Verbrauch der deutschen Gaskraftwerke im letzten Jahr um 5,8 Prozent anstieg. Im Endkundengeschäft, bei dem vor allem die Marke Goldgas in Deutschland und Österreich aktiv ist, konnte der Absatz leicht gesteigert werden. Das 7000 km lange Ferngasnetz wird weiter modernisiert. Zudem hat sich VNG mit 16,5 Prozent am Projekt der Europäischen Gasanbindungsleitung (EUGAL) beteiligt, die ab 2021 eine Verbindung von der Nordstream in die Tschechische Republik bieten soll.

Suche nach strategischem Partner für VNG Norge geht weite

Die mit Spannung erwartete strategische Entscheidung zur Fortführung der Aktivitäten in der Norwegischen See, wo die Tochtergesellschaft VNG Norge im vergangenen Jahr rund 1,2 Mio. Barrel förderte und als Betriebsführer ein neues Feld (Fenja) bis zum Jahr 2021 in Produktion bringen will, bleibt offen. Man suche einen strategischen Partner, habe sich aber noch nicht festgelegt, welches der zahlreichen Angebote letztlich umgesetzt werde, sagte Vorstand Hans-Joachim Polk. Durch die Kostenreduktion in den letzten beiden Jahren, als die Ölwirtschaft in Norwegen aufgrund niedriger Ölpreise nach einer Überhitzung zu günstigeren Entwicklungskosten gekommen war, könne man bei Ölpreisen um 50 Dollar profitabel fördern, was inzwischen zu einer deutlichen Anhebung der Bewertung der norwegischen Tochter geführt habe. Auch einen Komplettverkauf schloss Polk nicht aus.

Dividende soll erhöht werden

Für 2018 erwartet VNG einen moderaten Zuwachs beim Ergebnis. „Wir haben die Weichen gestellt, haben die Personal- und Sachkosten reduziert und neue Geschäftsfelder entwickelt“, sagte Vorstandsvorsitzende Ulf Heitmüller. Zu den Neuerungen gehören vor allem Dienstleistungsprojekte wie ein integriertes Dienstleistungsmanagement von Quartieren kleinerer und mittelgroßer Kommunen oder IT-Projekte. Die Dividende, von der auch eine Minderheitsbeteiligung ostdeutscher Städte profitiert, soll von 25 auf 40 Mio. Euro erhöht werden.  (masch)                            

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