Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach monatelangen Verhandlungen hat der Energiekonzern Uniper den Verkauf seines Frankreich-Geschäfts an die tschechische Holding EPH des Milliardärs Daniel Kretinsky perfekt gemacht. Der Vertrag sei unterzeichnet worden, die nötigen Freigaben für die Transaktion lägen vor, teilte Uniper am Donnerstag in Düsseldorf mit. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Gespräche hatten vergangenen Dezember begonnen, nachdem Uniper das Geschäft auf den Prüfstand gestellt hatte. Anlass war ein zuvor verkündeter Plan von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für einen Kohleausstieg bis 2021.

Uniper betreibt in Frankreich zwei Steinkohlekraftwerke; hinzu kommen noch zwei Gaskraftwerke sowie Biomasse-, Wind- und Solaranlagen. Darüber hinaus vermarktet Uniper Strom- und Gasprodukte an industrielle und gewerbliche Kunden. Diese würden ebenso wie das französische Vertriebsgeschäft vollständig an EPH abgegeben. Uniper beschäftigt in Frankreich über 500 Mitarbeiter.

Milliardär Kretinsky in Deutschland sehr aktiv

Kretinsky baut damit sein Energiegeschäft weiter aus. Zur Energie- und Industrie-Holding EPH gehört auch die frühere Vattenfall-Braunkohle-Sparte in Ostdeutschland. Schlagzeilen machte Kretinsky zuletzt mit einem Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Handelskonzern Metro. (dpa/hil)

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