Das Verwaltungsgebäude des Versicherungskonzerns Talanx in Hannover.

Das Verwaltungsgebäude des Versicherungskonzerns Talanx in Hannover.

Bild: © Talanx

Der Versicherungskonzern Talanx zieht sich aus der Risiko-Absicherung von Kohleprojekten, etwa Kohlekraftwerken oder -minen, langfristig zurück. "Damit bekennt sich das Unternehmen zum Transformationsprozess hin zu einer emissionsärmeren Wirtschaft und kommt damit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nach", teilte der Konzern am Donnerstag in Hannover mit. Ab dem Jahr 2038 sollen sich keine Kohlekraftwerke und -minen mehr im Bestand befinden. Risiken bei neu geplanten Werken und Minen werden ab sofort nicht mehr versichert.

Klare Limits bei Neuinvestments

In Staaten, in denen der Kohle-Anteil im Energiemix besonders hoch ist und wo kein ausreichender Zugang zu alternativen Energien besteht, will Talanx in Einzelfällen und nach Prüfung der technischen Standards eine begrenzte Zahl von Ausnahmen beim Versicherungsschutz zulassen. Die Gruppe hat mehr als 1,3 Mrd. Euro in erneuerbare Energien (Wind und Solar) direkt investiert. Bei der Kapitalanlage will der Konzern keine neuen Investments in Unternehmen mit einem kohlebasierten Umsatzanteil von mindestens 25 Prozent mehr tätigen.

Der Versicherungskonzern Talanx (HDI, Neue Leben) hält gut die Hälfte der Anteile an der 1966 gegründeten Hannover Rück, dem weltweit viertgrößten Rückversicherer. Auch er gab am Donnerstag seinen langfristigen Rückzug aus der Absicherung von Kohle-Risiken bekannt. (hoe/dpa)

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