Der Windkraftanlagenhersteller Vestas kann sich über steigenden Umsatz freuen.

Der Windkraftanlagenhersteller Vestas kann sich über steigenden Umsatz freuen.

Bild: © Jens Büttner/zb/dpa

Die Änderungen im Produktportfolio von dem Unternehmen haben demnach eine Reduzierung der V136-Klingenproduktion, die im brandenburgischen Lauchhammer hergestellt werden, und Investitionen in andere Klingentypen wie V117 und V150 mit sich gebracht.

"Die heutige wettbewerbsintensive Branche und die rasante Energiewende erfordern die Einführung neuer Produkte und Lösungen, wo und wann der Markt dies erfordert", erläuterte Jean-Marc Lechêne, Executive Vice President und Chief Operating Officer bei Vestas.

Lauchhammer produziert weiterhin

Das Lauchhammer-Werk wird weiterhin V117-Klingen produzieren. Die begrenzte Produktion von V136-Klingen wird ebenfalls fortgesetzt. Der beabsichtigte Personalabbau umfasst rund 500 Stellen, insbesondere 170 Fremdangestellte und 330 Zeitarbeitnehmer. Dies entspricht einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Werk um rund 50 Prozent.

Trotzdem bleibe Deutschland mit den mehr als 2300 Mitarbeitern nach dem Personaabbau, ein Schlüsselmarkt, so das dänische Unterehmen. 

Reaktionen fallen unterschiedlich aus

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium äußerte am Freitag großes Bedauern über diese Nachricht. Man hoffe, dass sich die Entwicklung wieder drehe, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Verwaltung der Stadt Lauchhammer wollte sich zunächst nicht äußern. Zum jetzigen Zeitpunkt werde man die Pläne nicht kommentieren, sagte Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos).

"Die Krise der Windbranche in Brandenburg wird immer deutlicher", sagte Hinrich Glahr, Vorsitzender des Bundesverbands Windenergie Berlin Brandenburg. Das könne niemanden überraschen, der die Energiepolitik im Land verfolgt habe. Es sei in den letzten Jahren immer nur darum gegangen, wie man den Ausbau der Windenergie bremsen könne. "Dieser politische Verhinderungswettlauf muss dringend beendet werden, wenn Brandenburg Energieland bleiben will", Glahr.  (ab/dpa)

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